Alexander-Technik, Jahrhundert

Alexander-Technik passt sich dem 21. Jahrhundert an

13.02.2026 - 20:31:12

Ein Workshop in Seattle entwickelt die über hundert Jahre alte Alexander-Technik weiter, um sie für moderne Herausforderungen wie Trauma und Stressbewältigung relevanter zu machen.

Ein Workshop in Seattle zeigt diese Woche, wie die über hundert Jahre alte Methode für post-pandemischen Stress und Trauma-Sensibilität weiterentwickelt wird. Die Alexander-Technik soll so ihre Relevanz für das moderne Wohlbefinden festigen.

Grundprinzip: Bewusstsein statt Korrektur

Die pädagogische Methode konzentriert sich auf das Erkennen und Verändern schädlicher Bewegungsgewohnheiten. Im Kern steht die Annahme, dass Körper und Geist eine Einheit bilden. Ein zentrales Konzept ist die „Primärsteuerung“ – die dynamische Beziehung zwischen Kopf, Hals und Rumpf.

Anders als viele Disziplinen setzt die Technik nicht auf direkte Korrektur. Stattdessen lernen Anwender, durch sanfte Anleitung unbewusste Muster wahrzunehmen. Ein Schlüssel ist das „Innehalten“: auf einen Reiz nicht sofort mit der gewohnten Reaktion zu antworten. Dieser Moment eröffnet Raum für eine bewusstere Entscheidung.

Entwickelt wurde die Methode vom tasmanischen Schauspieler F.M. Alexander. Er heilte sich selbst von chronischer Heiserkeit, indem er fehlerhafte Koordination erkannte. Heute nutzen vor allem Musiker, Schauspieler und Sportler die Technik.

Workshop reagiert auf neue Realitäten

Vom 12. bis 14. Februar findet in Seattle der Workshop „Evolving the Alexander Technique“ statt. Er reagiert direkt auf die veränderten Lebenserfahrungen seit der Pandemie. Die Grundprinzipien bleiben, doch der Lehrkontext hat sich gewandelt.

Die Organisatoren rücken neue Themen in den Fokus:
* Die Regulierung des Nervensystems
* Trauma-informierte Ansätze
* Relationale Lehrpraktiken

Dies spiegelt einen Trend in der Körperarbeit wider: Psychologische Sicherheit und Stressverarbeitung gelten nun als zentral für körperliche Gesundheit. Die Technik soll so nicht nur die Haltung verbessern, sondern auch die Resilienz in einer stressbelasteten Welt fördern.

Wissenschaftliche Einordnung und Anwendung

Die Forschung konzentriert sich bisher auf spezifische Bereiche. Es gibt Hinweise auf positive Effekte bei:
* Chronischen Rücken- und Nackenschmerzen
* Dem Umgang mit der Parkinson-Krankheit

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Große Gesundheitsorganisationen wie das australische Gesundheitsministerium sehen für viele behauptete Wirkungen jedoch noch keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz. Weitere Forschung ist nötig.

Praktisch wird die Technik weltweit von Verbänden wie Alexander Technique International (ATI) gefördert. Unterrichtet wird in Einzelstunden, Gruppen-Workshops und zunehmend online.

Integration sichert Zukunft

Die bewusste Weiterentwicklung deutet auf eine vielversprechende Zukunft hin. Durch die Integration moderner Erkenntnisse aus Neurowissenschaften und Psychologie kann die Methode neue Zielgruppen erreichen.

Die Betonung von Entschleunigung und bewusstem Umgang mit Reizen ist heute relevanter denn je. Geplante Veranstaltungen im Jahr 2026 – von Kursen in Berlin bis zu internationalen Konferenzen – zeigen das anhaltende Interesse. Die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln, wird entscheidend sein, um die Technik als wertvolles Werkzeug auch im kommenden Jahrzehnt zu sichern.

@ boerse-global.de

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