Akupunktur wird zum Standard in der Krebstherapie
03.01.2026 - 21:31:12Eine Woche der Weichenstellungen: Neue US-Gesetze und klinische Daten erheben die Akupunktur vom „Alternativverfahren“ zum erstattungsfähigen Standard in der Onkologie – mit Signalwirkung für Deutschland.
Ab dem 1. Januar 2026 müssen Krankenversicherer in dem US-Bundesstaat Louisiana Akupunktur als Teil von Krebstherapien bezahlen, sofern nationale Leitlinien sie empfehlen. Das neue Gesetz Act 227 gilt bei Schmerzen, Übelkeit und anderen Nebenwirkungen. Es beseitigt eine zentrale Hürde für Patienten: die Kosten. „Diese Gesetzgebung überbrückt die Lücke zwischen Leitlinien und Patientenzugang“, kommentieren Branchenanalysten. Parallel dehnt New York die Erstattung für Brustkrebs-Nachsorge aus.
Diese politischen Schritte werden durch handfeste wissenschaftliche Daten untermauert. Auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium präsentierte ein Team um Dr. Jun J. Mao vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center Ende Dezember 2025 bahnbrechende Ergebnisse der ENHANCE-Studie.
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Studie belegt: Akupunktur hilft gegen „Chemo-Brain“
Die Forschung konzentrierte sich auf die krebsspezifische kognitive Beeinträchtigung (CRCI), im Volksmund „Chemo-Brain“ genannt. Die Folgen: Gedächtnislücken, mentale Erschöpfung und Konzentrationsschwäche. Die Phase-2-Studie zeigt, dass Akupunktur hier signifikant und nachhaltig helfen kann.
Patientinnen, die Akupunktur erhielten, berichteten von einer deutlich besseren kognitiven Funktion und weniger mentaler Erschöpfung als die Kontrollgruppe. Der Effekt hielt über 26 Wochen an. „Die Daten legen nahe, dass Akupunktur nicht nur symptomatisch wirkt, sondern möglicherweise neuroprotektive Effekte hat“, so die Interpretation der Forscher. Das Verfahren gilt zudem als sicher – ein entscheidender Vorteil für Patienten, die bereits unter den Nebenwirkungen von Chemo- oder Hormontherapien leiden.
Globaler Trend: Präzisionsmedizin schließt Lebensqualität ein
Während in den USA die Erstattung geregelt wird, treibt Europa die präzise und integrative Onkologie voran. Am 1. Januar 2026 startete die Universität Zürich vier Großforschungsprojekte unter dem Label „Zurich Precision Oncology“. Der Fokus liegt zwar auf molekularer Profilerstellung, doch Experten sehen einen übergreifenden Trend: Die Definition von Präzisionsmedizin weitet sich aus.
Es geht nicht mehr nur um die maßgeschneiderte Tumorbekämpfung, sondern auch um die „Präzisions-Nachsorge“. Damit gemeint ist der gezielte Einsatz evidenzbasierter Methoden wie der Akupunktur, um die individuellen Symptome und Belastungen jedes Patienten zu lindern. Die parallelen Entwicklungen in den USA und der Schweiz zeigen für 2026 eine klare Richtung: Die Onkologie wird ganzheitlicher, datengetriebener und die Lebensqualität rückt finanziell und therapeutisch in den Fokus.
Was bedeutet das für Patienten und Kliniken?
Die neuen Gesetze und Daten werden unmittelbare Folgen haben. Kliniken und Krebszentren müssen ihre Kapazitäten für integrative Onkologie ausbauen, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden. Ein Engpass könnte jedoch entstehen: der Mangel an speziell in der Onkologie geschulten Akupunkteuren.
Zudem dürften die einflussreichen Leitlinien des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) und der American Society of Clinical Oncology (ASCO) noch 2026 um die neuen Erkenntnisse zur kognitiven Erholung erweitert werden. Das würde die rechtliche Basis für die Kostenerstattung weiter festigen. Patientenvertreter werden das Präzedenz aus Louisiana nutzen, um ähnliche Gesetze in weiteren Bundesstaaten und Ländern zu fordern.
Für Krebspatienten, insbesondere Brustkrebs-Überlebende, markiert diese Woche mehr als einen symbolischen Fortschritt. Sie ebnet einen praktischen, finanziertem Weg zu einer besseren Lebensqualität nach der Akuttherapie. Die Unterscheidung zwischen „konventionell“ und „alternativ“ löst sich weiter auf – zugunsten einer einfachen Frage: Was hilft dem Patienten?
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