Akupunktur-Studie: Magen 35 im Fokus bei Kniearthrose
07.01.2026 - 13:14:12Eine große klinische Studie zur Akupunktur bei Kniearthrose hat diese Woche einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Ergebnisse könnten die Schmerztherapie für Millionen Patienten verändern und die Integration traditioneller Methoden in die Schulmedizin vorantreiben.
Klinische Studie erreicht Abschluss der Datenerhebung
Am 5. Januar 2026 endete die Interventionsphase der randomisierten Kontrollstudie NCT06805188. Die Untersuchung gilt als Meilenstein für die evidenzbasierte Erforschung der Akupunktur. Ihr Fokus liegt auf dem spezifischen Punkt Magen 35 (ST35), auch „Dubi“ oder „Kälber-Nase“ genannt.
Das „einfach-verbundene, randomisierte“ Design der Studie entspricht dem Goldstandard der medizinischen Forschung. Über acht Wochen erhielten die Teilnehmer 24 Akupunktur-Sitzungen. Dabei wurde gezielt der Punkt ST35 zusammen mit weiteren Punkten wie Fengshi (GB31) stimuliert. Jetzt beginnt die Auswertungsphase. Im Mittelpunkt steht der WOMAC-Index, ein standardisiertes Werkzeug zur Messung von Schmerz, Steifheit und Funktion bei Arthrose-Patienten.
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Die Wissenschaft hinter dem Schlüsselpunkt „Dubi“
Warum richtet sich die Aufmerksamkeit gerade auf Magen 35? Der Punkt liegt anatomisch präzise in der Vertiefung seitlich des Kniescheibenbands – direkt am Gelenkspalt des Knies. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) soll er „Wind-Feuchtigkeit“ vertreiben und Schwellungen mindern.
Die moderne Forschung sieht einen anderen Wirkmechanismus: Die tiefe Nadelung an dieser Stelle kann die lokale Mikrozirkulation im Knie direkt beeinflussen. Ziel ist es, die Freisetzung körpereigener Opioide zu triggern und Entzündungsmarker zu reduzieren. In der aktuellen Studie wurde das Nadelgefühl „Deqi“ (ein Gefühl von Schwere oder Distension) angestrebt, das als Zeichen für eine effektive Stimulation gilt.
Deutsche Debatte: Kurzfristige Linderung, langfristige Fragen
Parallel zu den internationalen Studien-Updates wird auch in Deutschland diskutiert. Die Ärzte Zeitung widmete sich am 5. Januar der Akupunktur bei Gonarthrose. Ein wachsender Konsens deutet sich an: Während die Methode signifikante kurzfristige Schmerzlinderung bietet, bleibt die Dauerhaftigkeit der Effekte eine offene Frage.
Patienten zeigen oft nach acht Wochen Therapie – der Dauer der nun abgeschlossenen Studie – deutliche Verbesserungen. Doch wie sieht es nach sechs Monaten aus? Europäische Mediziner betonen, dass Punkte wie Magen 35 am effektivsten in ein multimodales Behandlungskonzept eingebettet sind. Dazu gehören Physiotherapie und Lebensstilanpassungen. Als alleinige Heilmethode taugt die Akupunktur meist nicht.
Bedeutung für die Schmerztherapie
Der Abschluss der Studie ist ein entscheidender Schritt für die Integration komplementärer Therapien in die orthopädische Regelversorgung. Angesichts der steigenden Arthrose-Prävalenz in einer alternden Gesellschaft ist die Nachfrage nach nicht-opioiden Schmerzstrategien hoch.
Bestätigen die kommenden Daten die Wirksamkeit des ST35-Protokolls, könnten standardisierte Behandlungsleitlinien folgen. Diese würden spezifische Akupunktur-Regimes für frühe bis mittlere Stadien der Kniearthrose empfehlen. Die Standardisierung der Punktauswahl – insbesondere die feste Integration von ST35 – überbrückt eine wichtige Lücke: Sie verbindet die „individualisierte“ TCM-Praxis mit den Ansprüchen einer „reproduzierbaren“ Schulmedizin. Diese Annäherung ist für die Kostenerstattung durch Krankenkassen und eine breite klinische Akzeptanz unerlässlich.
Ausblick: Wann kommen die finalen Ergebnisse?
Nach dem Abschluss der Datenerhebung beginnt nun die gründliche statistische Analyse. Die Ergebnisse der NCT06805188-Studie werden voraussichtlich 2026 oder 2027 in Fachzeitschriften veröffentlicht. Die Medizin erhofft sich davon Klarheit: Nicht nur ob Akupunktur bei Knieschmerzen hilft, sondern wie spezifische Punkte wie Magen 35 zur funktionellen Erholung beitragen.
Bis dahin werden Schmerzspezialisten den Punkt ST35 weiterhin auf Basis der vorhandenen Evidenz nutzen – möglicherweise mit gestärktem Vertrauen durch die rigide Aufmerksamkeit dieser aktuellen Studie. Für Patienten mit Kniearthrose wird „Magen 35“ damit vorerst ein zentraler Bestandteil akupunktur-basierter Schmerztherapien bleiben.
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