Akupunktur-Studie, Elektroakupunktur

Akupunktur-Studie 2026: So bekämpft Elektroakupunktur Kniearthrose

06.01.2026 - 18:52:12

Eine chinesische Studie belegt, dass Elektroakupunktur Entzündungen und Knorpelabbau bei Kniearthrose reduziert, indem sie den NGF/TrkA-Signalweg hemmt. Der Punkt Milz 9 spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Eine bahnbrechende Studie aus China liefert erstmals den molekularen Beweis: Elektroakupunktur kann Entzündungen und Knorpelabbau bei Kniearthrose gezielt reduzieren. Der Schlüssel liegt in der Kombination lokaler Punkte mit dem klassischen Akupunkturpunkt Milz 9.

Forscher der Beijing University of Chinese Medicine veröffentlichten diese Woche im Journal of Pain Research detaillierte Erkenntnisse. Ihre Studie an Ratten zeigt: Elektroakupunktur hemmt den NGF/TrkA-Signalweg, einen zentralen Treiber chronischer Schmerzen und Gelenkentzündungen. Diese „Dämpfung“ auf Zellebene lindert nicht nur den Schmerz. Sie verringert auch den pathologischen Knorpelschaden.

„Die Studie erklärt das ‚Wie‘ hinter unseren klinischen Erfolgen“, kommentieren Experten. Für die direkte Behandlung des Gelenks nutzten die Forscher vor allem lokale Punkte wie Dubi (Ma35). Die neuen Erkenntnisse zur Synovitis – der Entzündung der Gelenkinnenhaut – schlagen jedoch eine Brücke zur traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Dort gilt Flüssigkeitsansammlung im Knie als zentrales Problem, verursacht durch „Kälte“ und „Feuchtigkeit“.

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Milz 9: Der Spezialist gegen Schwellungen

Hier kommt der Akupunkturpunkt Milz 9 (Yinlingquan) ins Spiel. Er gilt in der TCM als wichtigster Punkt, um „Feuchtigkeit“ – also Flüssigkeit – aus dem Unterkörper abzuleiten. Kniearthrose-Patienten leiden häufig unter massiven Schwellungen und einem dumpfen, schweren Gefühl im Gelenk.

Die neue Studie liefert nun die wissenschaftliche Erklärung für die traditionelle Wirkung: Durch die Reduktion der Entzündung wird weniger Gelenkflüssigkeit produziert. In der Praxis bedeutet das: Die Kombination aus lokal reparierenden Punkten (wie Ma35) und dem entflüssenden Punkt Milz 9 bekämpft sowohl den strukturellen Schaden als auch das quälende Symptom der Schwellung.

„Wer nur den Knorpel behandelt, aber das Ödem ignoriert, erreicht oft keine vollständige Heilung“, lautet der klinische Konsens. Milz 9 aktiviere die diuretischen Mechanismen des Körpers, senke den Druck im Gelenk und ermögliche so erst die volle Wirkung der lokalen Anti-Entzündungs-Punkte.

Deutsche Studien bestätigen den kombinierten Ansatz

Die molekularen Daten aus China passen zu klinischen Ergebnissen aus Deutschland. Ende 2025 hob die Deutsche Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (AGTCM) eine Übersichtsarbeit hervor. Diese zeigte an 60 Patienten: Die Kombination von Elektro- und Manualakupunktur senkte Entzündungsmarker wie TNF-α deutlich.

Das deutsche Protokoll für „mittelschwere Kniearthrose“ listete explizit Milz 9 (Mi9) neben Milz 10 und Magen 36 als Kernpunkte auf. Die Konvergenz von klinischen Daten (November 2025) und molekularem Mechanismus (Januar 2026) stärkt die Position der Akupunktur als integrativer Therapieansatz erheblich.

Aktuell läuft zudem eine multizentrische Studie, die bis März 2026 Daten sammelt. Sie untersucht, ob eine personalisierte Punktauswahl – oft in der Nähe von Milz 9 – bessere Ergebnisse liefert als feste Protokolle. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Milz 9 bei Patienten mit Schmerzen an der Knieinnenseite besonders sensitiv und damit ein lohnendes Behandlungsziel ist.

Von der Energie-Lehre zur gezielten Regulation

Für Patienten und Ärzte bedeutet diese Entwicklung einen Paradigmenwechsel. Die Behandlung von Milz 9 ist kein bloßes energetisches Konzept mehr, sondern eine gezielte Therapie zur Flüssigkeitsregulation. Indem der entzündliche Signalweg gedämpft wird, der die Flüssigkeitsretention im Gelenk fördert, helfen Punkte wie Milz 9 und Ma35, das physiologische Gleichgewicht im Knie wiederherzustellen.

Sogar strukturelle Veränderungen wie ein Knochenmarködem – im MRT oft bei Arthrose sichtbar – konnten in Fallberichten der letzten Jahre durch langfristige Elektroakupunktur positiv beeinflusst werden. Der nun identifizierte NGF/TrkA-Mechanismus bietet eine plausible biologische Erklärung für diese Effekte.

Die Forschung bewegt sich 2026 klar in Richtung personalisierter, multimodaler Therapien. Mit der Veröffentlichung der Fu-Studie rechnen Analysten mit einer Welle weiterer klinischer Studien. Sie sollen die molekularen Vorteile auch an menschlichen Probanden mit nicht-invasiven Biomarkern bestätigen.

Die Akupunktur festigt damit ihren Status: Sie ist nicht nur ein Werkzeug zur Schmerzlinderung, sondern eine interventionelle Therapie, die die biologischen Treiber der Arthrose – von Knorpeldegeneration bis chronisches Ödem – direkt adressiert.

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