Aktivrente startet mit 2.000 Euro steuerfreiem Zusatzverdienst
09.01.2026 - 16:16:12Eine steuerliche Revolution für arbeitende Rentner ist in Kraft: Seit dieser Woche können Senioren im Job bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei verdienen. Die neue Aktivrente soll dem Fachkräftemangel entgegenwirken und den Renteneintritt flexibler gestalten.
Kern der Reform: Attraktives Nettoeinkommen
Das Herzstück des im Dezember beschlossenen Aktivrentengesetzes ist eine großzügige Steuerbefreiung. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterhin sozialversicherungspflichtig arbeitet, profitiert ab sofort von einem monatlichen Freibetrag in Höhe von 2.000 Euro. Hochgerechnet sind das 24.000 Euro pro Jahr, die komplett von der Lohnsteuer befreit sind.
Das Bundesfinanzministerium bestätigte diese Woche: Die Befreiung gilt ausschließlich für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Entscheidend ist der Progressionsvorbehalt – die steuerfreien Bezüge erhöhen nicht den Steuersatz für andere Einkünfte wie die gesetzliche Rente. Damit entfällt die bisherige „doppelte Belastung“, die viele Senioren vom Weiterarbeiten abhielt.
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Wer profitiert – und wer nicht
Nicht alle älteren Arbeitnehmer kommen in den Genuss der Neuregelung. Wie das Portal Gegen-Hartz.de berichtet, gelten klare Voraussetzungen:
* Das individuelle Regelrentenalter (zwischen 66 und 67 Jahren) muss erreicht sein.
* Nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sind begünstigt.
* Ausgenommen sind Selbstständige, Beamte und Minijobber.
Die gezielte Ausrichtung soll „substanzielle“ Teil- oder Vollzeittätigkeiten fördern, nicht nur Zuverdienste am Rande. Personalabteilungen stehen vor der Aufgabe, ihre Lohnabrechnungssysteme entsprechend anzupassen.
Teil des großen Rentenpakets
Die Aktivrente ist ein Baustein des umfassenden Rentenpakets, das die Ampelkoalition im Dezember 2025 auf den Weg brachte. Während der Steuerfreibetrag sofort wirkt, lässt eine weitere Komponente auf sich warten: Die Rentenaufschubprämie für einen späteren Rentenbeginn soll erst 2028 voll ausgezahlt werden. Grund sind notwendige IT-Anpassungen bei der Deutschen Rentenversicherung, obwohl entsprechende Beschäftigungszeiten bereits ab 2025 angerechnet werden.
Geteilte Reaktionen aus Wirtschaft und Gesellschaft
Die Arbeitgeberverbände (BDA) begrüßen die Steueranreize als wirksamstes Mittel, um erfahrene Kräfte im Beruf zu halten. Die Reform erhöhe das Nettoeinkommen spürbar und mache das Arbeiten im Alter attraktiver.
Sozialverbände und Rechtsexperten üben jedoch Kritik. Die Beschränkung auf abhängig Beschäftigte schließe viele Selbstständige aus – eine Ungleichbehandlung, die möglicherweise vor Gericht landen könnte. Die ersten Steuerbescheide werden zeigen, wie robust die Regelung in der Praxis ist.
Was kommt jetzt?
Ökonomen werden die Arbeitsmarktdaten 2026 genau beobachten. Kommt die erhoffte „Rückkehrwelle“ aus der Rente? Falls ja, könnte das Modell Schule machen und die Flexibilisierung des Rentenalters weiter vorantreiben.
Betroffene Arbeitnehmer sollten umgehend ihre Personalabteilung oder ihren Steuerberater kontaktieren, um den Freibetrag für die Januar-Abrechnung zu sichern. Das Finanzministerium kündigte für diesen Monat weitere FAQ und technische Leitfäden an, um Detailfragen der Lohnabrechnung zu klären.
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