Aktivrente: 2.000 Euro steuerfrei für arbeitende Rentner
20.01.2026 - 21:36:12Seit Jahresbeginn können Rentner deutlich mehr hinzuverdienen, ohne Steuern zu zahlen. Die neue Aktivrente erlaubt einen steuerfreien Zusatzverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich. Die Bundesregierung will damit dem Fachkräftemangel begegnen und erfahrene Arbeitnehmer länger im Beruf halten.
Wer profitiert – und wer bleibt außen vor?
Anspruch auf die steuerfreien 2.000 Euro haben Rentner, die ihre Regelaltersgrenze erreicht haben und in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehen. Die Altersgrenze liegt je nach Geburtsjahr zwischen 65 und 67 Jahren.
Doch die Regelung hat klare Grenzen. Ausgeschlossen sind mehrere Gruppen:
* Frührentner müssen warten, bis sie ihre reguläre Altersgrenze erreichen.
* Selbstständige und Freiberufler profitieren nicht – eine Entscheidung, die bereits auf Kritik von Wirtschaftsverbänden stößt.
* Beamte im Ruhestand sind ebenfalls ausgenommen.
* Minijobber fallen unter eigene Pauschalregelungen.
Der entscheidende Unterschied: Steuern vs. Sozialabgaben
Ein zentraler Punkt, den Experten betonen: Der Hinzuverdienst ist zwar steuerfrei, aber nicht beitragsfrei. Von den zusätzlichen 2.000 Euro müssen weiterhin Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung abgeführt werden.
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Das hat einen positiven Nebeneffekt. Die fortlaufenden Einzahlungen in die Rentenkasse erhöhen den späteren Rentenanspruch weiter. Die eigentliche Altersrente wird wie bisher besteuert.
Antwort auf Fachkräftemangel – aber zu welchem Preis?
Die Aktivrente ist eine direkte Reaktion auf den demografischen Wandel. Sie soll wertvolles Know-how in der Wirtschaft halten und die Rentenkassen entlasten. Das Gesetz war ein Kernprojekt der Koalition und wurde nach hitzigen Debatten Ende 2025 beschlossen.
Doch die Kritik ist laut. Der Staat könnte durch entgangene Steuereinnahmen bis zu drei Milliarden Euro jährlich verlieren. Zudem droht die Regelung soziale Ungleichheit zu verstärken, da vor allem gesunde Rentner mit gefragten Qualifikationen profitieren. Ist das gerecht?
Ein Testlauf für die Rente der Zukunft?
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie gut die Aktivrente angenommen wird. Die Regierung will damit den Fachkräftemangel lindern – ob das gelingt, bleibt abzuwarten.
Die Neuregelung ist nur ein Teil der große n Rentendebatte. Eine eigens eingesetzte Kommission soll noch 2026 Vorschläge für eine nachhaltige Reform des Systems nach 2031 vorlegen. Die Erfahrungen mit der Aktivrente könnten dann wegweisend sein für einen flexibleren Übergang in den Ruhestand.
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