Oberösterreich, Heizkostenzuschuss

AK Oberösterreich drängt auf schnellen Heizkostenzuschuss

17.01.2026 - 09:01:12

Die Arbeiterkammer Oberösterreich kritisiert die Verzögerung bei der Heizkostenunterstützung für diesen Winter. Tausende Haushalte warten auf Entlastung, während die Preise hoch bleiben und die Energiewende zur sozialen Frage wird.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich erhöht den Druck auf die Landesregierung. Grund ist der noch immer ausständige Heizkostenzuschuss für diesen Winter. Tausende Haushalte warten auf die dringend benötigte Entlastung, während die Heizölpreise hoch bleiben.

Aktuell kostet ein Heizöl-Richtpreis in Oberösterreich etwa 105 Euro für 100 Liter. Für viele Haushalte bedeutet das eine massive Belastung. Die AK kritisiert, dass weder Höhe noch Auszahlungstermin für den Zuschuss bekannt sind – ein Zustand, der für erhebliche Unsicherheit sorgt.

Verzögerung trifft einkommensschwache Haushalte hart

„Wir brauchen eine schnelle und unbürokratische Lösung“, fordert AK-Präsident Andreas Stangl. In der vergangenen Saison lag die Unterstützung bei 200 Euro; Anträge konnten bereits im Herbst gestellt werden. Dieses Jahr herrscht Funkstille.

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Besonders betroffen sind:
* Ein-Eltern-Haushalte
* Personen mit geringem Einkommen
* Von Arbeitslosigkeit Betroffene

Laut Statistik Austria gab 2025 mehr als jeder zehnte Österreicher an, die Wohnung nicht angemessen warm halten zu können.

Energiewende droht zur Kostenfalle zu werden

Die AK warnt vor einem tieferen Problem: Der Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme ist für viele nicht leistbar. Eine von der AK beauftragte Studie der JKU Linz kommt zu einem klaren Ergebnis. Die aktuellen Förderungen reichen nicht aus, um den Umstieg sozial gerecht zu gestalten.

Eigentümer älterer Einfamilienhäuser stehen vor riesigen Investitionen. Die AK fordert eine grundlegende Überarbeitung der Förderlandschaft. Sonst bleibt die Energiewende ein Projekt für Wohlhabende.

Zwischen Soforthilfe und langfristigem Umbau

Die Situation zeigt einen grundlegenden Konflikt auf. Einerseits braucht es jetzt schnelle Hilfe gegen die hohen Energiekosten. Andererseits erfordert die Klimakrise den teuren, langfristigen Umbau des Energiesystems.

Die Debatte um den Heizkostenzuschuss ist somit mehr als nur eine Budgetfrage. Sie zeigt, wie ernst die Politik die soziale Dimension der Energiepolitik nimmt. Droht die Energiewende die finanzielle Ungleichheit zu verschärfen?

Warten auf Entscheidungen von Land und Bund

Die Haushalte warten nun auf ein Signal der Landesregierung. Die AK kündigt an, den Druck aufrechtzuerhalten.

Ab April tritt zudem ein neuer Sozialtarif für Strom auf Bundesebene in Kraft. Er garantiert einkommensschwachen Haushalten einen gedeckelten Preis für die ersten 2.900 Kilowattstunden. Eine Entlastung – die aber die hohen Heizkosten für Öl und Gas unberührt lässt.

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