AirPods Max 2: Apple lässt Premium-Kopfhörer weiter warten
10.01.2026 - 16:43:12Die Consumer Electronics Show (CES) 2026 ist vorbei – doch Apple-Fans warteten vergeblich auf die nächste Generation der AirPods Max. Während die Konkurrenz mit neuester KI-Audio-Technik glänzte, verharrt Apples Top-Kopfhörer auf veralteter H1-Chip-Technologie. Das schafft ein wachsendes Leistungsgefälle im eigenen Ökosystem.
CES 2026 endet ohne Apple-Überraschung
Der offizielle Abschluss der Technikmesse in Las Vegas am Freitag bestätigte, was sich bereits abzeichnete: Apple nutzte die große Bühne nicht für die Vorstellung der AirPods Max 2. Zwar präsentiert der Konzern Neuheiten selten auf der CES, doch nach dem Launch der Sonderedition „Jahr des Pferdes“ der AirPods Pro 3 in dieser Woche hofften Branchenbeobachter noch auf eine Überraschung.
Berichte führender Tech-Portale wie Engadget und MacRumors zeigen: Apples Hardware-Abteilung blieb bei Kopfhörern auffällig still. Diese Stille untermauert Meldungen vom Wochenanfang, wonach ein echter Nachfolger mit dem leistungsstärkeren H2-Chip frühestens 2027 erscheinen wird.
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Stattdessen konzentriert sich Apple weiter auf den Massenmarkt. Die Sonderedition der AirPods Pro 3 zum Lunar New Year unterstreicht: Das Geschäft mit In-Ear-Kopfhörern hat für den Konzern klar Priorität vor dem Nischensegment der High-Fidelity-Over-Ear-Modelle.
Die wachsende Kluft zwischen H1 und H2
Die anhaltende Abwesenheit eines H2-Chips in den AirPods Max schafft ein technologisches Ungleichgewicht. Das aktuelle Spitzenmodell, das im September 2024 lediglich USB-C und neue Farben erhielt, arbeitet noch immer mit der seit 2020 verbauten H1-Architektur. Diese liefert zwar solide Geräuschunterdrückung und Spatial Audio, stößt aber bei neuesten Software-Funktionen an ihre Grenzen.
Fehlende KI-Fähigkeiten
Der H2-Chip, Herzstück der AirPods Pro, ermöglicht mehrere intelligente Features, die den Max-Versionen verwehrt bleiben:
- Adaptive Audio: Dieser Modus passt Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus dynamisch der Umgebung an. AirPods Max-Nutzer müssen manuell umschalten.
- Konzentration auf Gespräche: H2-Geräte erkennen Sprache, drosseln automatisch die Lautstärke und heben Stimmen hervor. Die H1-Chips sind für diese Echtzeit-Erkennung zu langsam.
- Personalisierte Lautstärke: Algorithmen lernen die Hörgewohnheiten des Nutzers und passen die Lautstärke feinjustiert an – eine Fähigkeit, die der H1-Chip nicht besitzt.
Latenz und Akkulaufzeit
Analysen zeigen: Die H1-Architektur ermöglicht zwar nahtloses Wechseln zwischen Apple-Geräten, hinkt dem H2-Chip bei Bandbreite und Energieeffizienz aber hinterher. Die hochwertige Verbindung des H2 sorgt für niedrigere Latenz, was vor allem für Gaming entscheidend ist. Zudem ist der H2 sparsamer. Die AirPods Max halten seit 2020 bei 20 Stunden Laufzeit, während Konkurrenzmodelle mit neuerer Technik (Stand 2025) bereits über 30 Stunden schaffen.
Marktstrategie: Profit vor technischer Parität
Die Verzögerung der AirPods Max 2 stellt Apple in eine besondere Position. Hersteller von High-End-Kopfhörern präsentierten auf der CES 2026 Modelle mit KI-gesteuerter Geräuschunterdrückung und verlustfreier Übertragung – Features, die Apples Over-Ear-Kopfhörer gar nicht oder nur eingeschränkt bieten.
Branchenanalysten deuten dies als Strategie der „Profitabilität vor technischer Gleichstellung“. Ein Bericht von Geeky Gadgets vom 6. Januar wies darauf hin, dass die hohen Produktionskosten und geringeren Verkaufszahlen der AirPods Max im Vergleich zu den AirPods Pro häufige Updates finanziell unattraktiv machen. Indem Apple das H1-basierte Modell weiter verkauft, maximiert es die Rendite der ursprünglichen Entwicklungskosten – auch auf Kosten des technischen Alters.
Doch das stellt die AirPods Max in eine prekäre Lage. Als Premium-Produkt vermarktet, fehlen ihnen nun Funktionen, die in den 249 Euro teuren AirPods Pro Standard sind. Das USB-C-Update Ende 2024 diente vor allem der EU-Konformität, nicht der Behebung der veralteten Chip-Architektur.
Ausblick: Alles auf 2027
Da das Januar-Fenster 2026 geschlossen ist, richten sich alle Blicke auf Ende 2026 oder 2027. Gerüchte aus der Lieferkette deuten an, dass die AirPods Max 2 den H2-Chip möglicherweise ganz überspringen könnten. Stattdessen ist ein „H3“-Chip oder eine modifizierte H2-Variante im Gespräch, die das thermische Management und die Leistungsversorgung für die größeren Treiber besser handhaben kann.
Bis dahin müssen sich Audiophile und Profis, die die neueste Rechenleistung von Apple suchen, an die AirPods Pro 3 halten. Die AirPods Max bleiben ein Design-Ikon mit exzellenter Grundleistung. Doch ohne den H2-Chip als Gehirn drohen sie in einer sich rasant entwickelnden Audio-Landschaft zunehmend zu einem Legacy-Produkt zu werden.
Wie MacRumors in seiner CES-Berichterstattung festhielt, sagt Apples Schweigen zu den AirPods Max genug: Der Konzern lässt sein Flaggschiff lieber würdevoll altern, als ein nur inkrementelles Update zu veröffentlichen. Bis 2027 bleibt der H1-Chip die Leistungsobergrenze für Apples Over-Ear-Kopfhörer.
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