AirDrop: Apples neuer Code stoppt unerwünschte Datei-Fluten
05.01.2026 - 04:22:12Mit einem neuen Verifizierungscode macht Apple sein AirDrop-System sicherer. Die Funktion soll lästige und gefährliche unerwünschte Dateien in öffentlichen Räumen verhindern.
Berlin, Montag, 05. Januar 2026 – Die erste Arbeitswoche des Jahres bringt eine spürbare Veränderung für Millionen iPhone-Nutzer. Mit dem Update auf iOS 26.2 hat Apple sein AirDrop-System grundlegend überarbeitet. Kern der Neuerung ist ein Verifizierungscode, der für das Teilen von Dateien mit Nicht-Kontakten erforderlich ist. Sicherheitsexperten sehen darin einen Meilenstein für den Schutz der Privatsphäre auf Smartphones – und das Ende des sogenannten „AirDrop-Bombings“.
Das Ende unerwünschter Datei-Attacken
Die Änderung ist simpel, aber wirkungsvoll. Versucht ein Nutzer, eine Datei an ein nicht im Adressbuch gespeichertes Gerät zu senden, erscheint auf dem Bildschirm des Empfängers ein einmaliger, numerischer Code. Nur wer diesen Code kennt und manuell eingibt, kann die Übertragung autorisieren. Damit ist eine anonyme Zustellung unmöglich geworden.
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„Das schließt eine lange bestehende Sicherheitslücke“, kommentiert ein Berliner IT-Sicherheitsexperte. Bislang konnten Nutzer in vollen U-Bahnen, auf Konferenzen oder in Fußgängerzonen ungefragt mit Bildern, Links oder Dokumenten „bombardiert“ werden – ein Ärgernis, das bis hin zu Belästigung oder Social-Engineering-Angriffen reichen konnte. Die alte Funktion „Jeder für 10 Minuten“ war nur ein Notbehelf. Der neue Code ist eine dauerhafte Lösung.
Einmal erfolgreich verifiziert, bleiben die Geräte für 30 Tage als temporär bekannte Kontakte verbunden. Das erleichtert die Zusammenarbeit in Projekten oder auf Reisen, ohne dass ständig neue Codes eingegeben oder Kontakte dauerhaft gespeichert werden müssen. Die Verwaltung dieser temporären Verbindungen ist übersichtlich in den Einstellungen unter „Bekannte AirDrop-Kontakte verwalten“ integriert.
Sicherheitsstandard nach „Zero-Trust“-Prinzip
Cybersicherheitsunternehmen bewerten die Neuerung in ersten Analysen dieser Woche als wegweisend. Das System folgt dem „Zero-Trust“-Prinzip, das zunehmend auch in Unternehmen Standard ist: Jede Verbindung wird zunächst als nicht vertrauenswürdig eingestuft und muss explizit freigegeben werden.
Besonders gelobt wird die transparente Umsetzung. Die unter iOS 26 eingeführte „Liquid Glass“-Oberfläche zeigt den Verifizierungsstatus und das Ablaufdatum der temporären Freigabe prominent an. „Nutzer vergessen so nicht, wer gerade Zugriff auf ihr Gerät hat – eine häufige Fehlerquelle in früheren Versionen“, so ein Experte in einem Fachbeitrag vom 2. Januar.
Was kommt als Nächstes? iOS 26.3 in den Startlöchern
Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Version. iOS 26.3 befindet sich in der aktiven Testphase und soll noch in diesem Monat erscheinen. Erste Betaversionen deuten auf Verfeinerungen der Verwaltungstools hin.
Spekulationen in Fachkreisen gehen dahin, dass Nutzer künftig einzelne temporäre Freigaben gezielt widerrufen können, statt die gesamte Liste zu löschen. Für Geschäftsumgebungen werden Gruppen-Verifizierungsfunktionen erwartet: Ein generierter QR-Code könnte es ermöglichen, mehrere Geräte für eine Besprechung sicher und schnell zu koppeln.
Unter dem Einfluss des Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union könnte Apple Teile des Protokolls auch für Drittanbieter-Apps öffnen. Das würde sichere lokale Dateiübertragungen über das eigene Ökosystem hinaus ermöglichen.
Hintergrund: Die Neuausrichtung von iOS 26
Die AirDrop-Verbesserung ist Teil der umfassenden „iOS 26“-Strategie. Apple hatte mit dem Sprung von iOS 18 auf iOS 26 im letzten Jahr für Überraschung gesorgt. Die neue Nummerierung orientiert sich am Kalenderjahr und soll für Verbraucher übersichtlicher sein – analog zu macOS 26 und watchOS 26.
Begleitet wird dies vom visuellen Redesign „Liquid Glass“. Die neue AirDrop-Oberfläche nutzt Echtzeit-Unschärfe und Lichtbrechungseffekte, um die Verifizierungs-Pop-ups klar von normalen Systemmeldungen abzuheben. Ein bewusstes Design, das Nutzern signalisiert: Hier ist eine Sicherheitsentscheidung erforderlich.
Zum Start in das Jahr 2026 setzt Apple mit der Verifizierungscode-Lösung einen klaren Akzent. Die Balance zwischen der bequemen Offenheit des Teilens und den strengen Anforderungen des Datenschutzes im Jahr 2026 scheint damit vorerst gefunden.
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