Airbus setzt auf chinesische Roboter für Flugzeugbau
18.01.2026 - 19:32:12Europas Luftfahrtriese Airbus geht eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Roboterhersteller UBTECH ein. Ziel ist der Einsatz humanoider Roboter in der Flugzeugproduktion – ein wegweisender Schritt für die Industrie.
Deutscher Konzern sucht Effizienzsprung
Der Vertrag, der am Sonntag bekannt wurde, sieht den Kauf von UBTECHs neuestem Industrieroboter Walker S2 vor. Airbus will damit komplexe Montagearbeiten automatisieren und die Produktivität in seinen Werken revolutionieren. Für den Konzern, der mit Rekordbestellungen kämpft, ist dies ein zentraler Baustein seiner Zukunftsstrategie. „Wir automatisieren repetitive, körperlich anstrengende Aufgaben“, erklärt eine Airbus-Sprecherin. „So können sich unsere Fachkräfte auf wertschöpfendere Tätigkeiten konzentrieren.“
Der Walker S2: Ein Kollege auf zwei Beinen
Der 1,70 Meter große Roboter ist mit 41 Gelenken ausgestattet und bewegt sich präzise wie ein Mensch. Seine Stärke: Er navigiert selbstständig durch enge Montagehallen und arbeitet sicher neben Menschen. Eine KI-gesteuerte Wahrnehmung ermöglicht ihm, Objekte zu erkennen und komplexe Handgriffe auszuführen. Genau diese Fähigkeiten machen ihn ideal für den Flugzeugbau – eine Umgebung, in der herkömmliche Roboter oft an ihre Grenzen stoßen.
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Globale Ambitionen treffen auf deutsche Präzision
Für UBTECH ist der Deal ein Meilenstein. Nach einer Zusammenarbeit mit dem US-Chipriesen Texas Instruments öffnet sich nun der europäische Luftfahrtmarkt. Das Unternehmen meldete für 2025 Bestellungen im Wert von über 1,4 Milliarden Yuan (rund 200 Millionen Euro) und will 2026 zehntausende Einheiten produzieren.
Airbus verfolgt derweil eine klare Roboter-Strategie. Durch Zukäufe wie MTM Robotics und Sobotech hat der Konzern Expertise entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut. Die Integration des Walker S2 markiert nun die nächste Phase: Hightech für die Kernproduktion.
Wettlauf um die Fabrik der Zukunft
Die Partnerschaft spiegelt einen globalen Trend wider. Weltweit drängen Unternehmen wie Boston Dynamics (Hyundai) in den Markt für humanoide Roboter. Sie sollen Fachkräftemangel ausgleichen und Aufgaben übernehmen, für die es bisher keine Automatisierungslösung gab. Gelingt Airbus der erfolgreiche Einsatz, könnte dies den Standard für die gesamte Luftfahrtindustrie setzen.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein. In Pilotprojekten müssen die Roboter in der realen Produktion beweisen, was sie können. Sollte die Integration gelingen, steht einer breiten Einführung in den weltweiten Airbus-Werken nichts im Wege. Dann wäre dies der Startschuss für eine neue Ära im Flugzeugbau.


