AgiBot, Tesla

AgiBot überholt Tesla bei Auslieferungen humanoider Roboter

12.01.2026 - 19:12:12

Eine neue Studie zeigt, dass chinesische Hersteller 2025 über 87 Prozent aller Humanoid-Roboter auslieferten. AgiBot allein übertraf die drei größten US-Konkurrenten um das 34-fache.

Chinas AgiBot hat 2025 mehr humanoide Roboter ausgeliefert als alle US-Konkurrenten zusammen – und übertrifft damit auch Tesla deutlich. Das zeigt eine neue Marktstudie, die einen strategischen Vorsprung chinesischer Hersteller belegt.

Laut dem Report des Forschungsunternehmens Omdia lieferte das in Shanghai ansässige Unternehmen AgiBot im vergangenen Jahr über 5.100 Einheiten aus. Das entspricht einem globalen Marktanteil von 39 Prozent. Die drei führenden US-Firmen – Tesla, Figure AI und Agility Robotics – kamen dagegen jeweils nur auf etwa 150 Auslieferungen.

Chinesische Dominanz bei der Serienproduktion

Insgesamt stammten 2025 satte 87 Prozent der weltweit ausgelieferten 13.300 Humanoid-Roboter aus chinesischer Fertigung. Das bedeutet ein Marktwachstum von fast 480 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinter AgiBot platzierten sich die ebenfalls chinesischen Unternehmen Unitree Robotics (ca. 4.200 Einheiten) und UBTECH (ca. 1.000 Einheiten).

Anzeige

Passend zum Thema Datensammlung und KI-Einsatz in Robotern: Seit August 2024 gelten in der EU klare Vorgaben für KI-Systeme – Verstöße können zu hohen Bußgeldern führen. Wenn Ihr Unternehmen KI-Komponenten entwickelt oder betreibt, sollten Sie jetzt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationspflichten prüfen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Schritte jetzt nötig sind, um Fristen und Auflagen einzuhalten, inkl. Checkliste für Entwickler und Compliance-Teams. Jetzt KI-Leitfaden herunterladen

Während westliche Anbieter oft noch in der Pilotphase stecken, setzen chinesische Hersteller bereits auf Massenproduktion. AgiBot, erst 2023 gegründet, hat den Sprung von der Entwicklung zur Serienreife erstaunlich schnell vollzogen. Auf der CES 2026 in Las Vegas präsentierte das Unternehmen bereits eine ganze Produktfamilie, die in Bereichen wie Fertigung, Logistik und Bildung zum Einsatz kommt.

Zwei unterschiedliche Strategien

Die Zahlen offenbaren einen grundlegenden strategischen Unterschied. Chinesische Firmen priorisieren offenbar Skalierung und Marktdurchdringung. Sie bringen vergleichsweise einfachere, aber verfügbare Roboter in großer Stückzahl in den Einsatz.

US-Unternehmen wie Tesla konzentrieren sich dagegen stärker auf Hochtechnologie und langfristige Infrastruktur. Teslas Optimus-Projekt hat zwar mediale Aufmerksamkeit erregt, die Produktionsziele wurden jedoch noch nicht erreicht. Berichte über Verzögerungen und Neukonstruktionen gab es bereits 2025. Die nun bekannte Auslieferungszahl von 150 Einheiten gibt erstmals einen konkreten Einblick in den aktuellen Stand.

Der Wettlauf um Daten und Intelligenz

Der Markt für humanoide Roboter steht erst am Anfang, doch die Prognosen sind gewaltig. Bis 2035 könnten jährlich 2,6 Millionen Einheiten ausgeliefert werden, so Omdia. Der Treiber ist die rasante Entwicklung generativer KI, die aus Robotern lernfähige, vielseitige Helfer macht.

AgiBots Vorsprung in der Stückzahl könnte sich als entscheidender Datenvorteil erweisen. Tausende im Einsatz befindliche Roboter sammeln permanent Erfahrungswerte aus der realen Welt. Diese Daten schaffen einen Rückkopplungseffekt, der KI-Modelle und Fähigkeiten schnell verbessern kann. Der Wettbewerb verlagert sich somit zunehmend: Es geht nicht mehr nur um die beste Hardware, sondern um das effektivste Lernen im Feld.

Für 2026 wird die Steigerung der Autonomie zentral sein. Die Frage ist: Können US-Firmen ihre technologische Führerschaft in skalierbare Produkte übersetzen? Und können chinesische Hersteller ihre Produktionskapazitäten mit der notwendigen intelligenten Software unterfüttern? Der Wettlauf um die nächste Plattforminnovation nach Smartphone und Elektroauto ist in vollem Gange – und hat eine erste, überraschende Führungsposition.

Anzeige

PS: Roboterflotten sammeln riesige Datenmengen – das birgt nicht nur Chancen, sondern auch rechtliche Pflichten in der EU. Wer die neue KI-Verordnung nicht korrekt einordnet und dokumentiert, läuft Gefahr, Produkte nicht mehr einsetzen zu dürfen. Der kostenlose E‑Book-Leitfaden fasst die wichtigsten Pflichtenkategorien, Übergangsfristen und praktische Umsetzungsschritte zusammen, speziell für Hersteller und Diensteanbieter von KI-Systemen. Kostenfrei zum Download und sofort einsetzbar. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden sichern

@ boerse-global.de