AFS bringt SoftPOS-Zahlungsterminals nach Ägypten
05.01.2026 - 14:23:12Die Digitalisierung des ägyptischen Zahlungsverkehrs erreicht einen Meilenstein: Arab Financial Services (AFS) startet landesweiten Rollout seiner SoftPOS-Lösung. Nach Lizenzierung durch die Zentralbank verwandelt die Technologie Android-Smartphones in sichere Kartenterminals – ein strategischer Schub für die bargeldlose Wirtschaft.
Revolution am Point-of-Sale: Smartphone wird Zahlungsterminal
Die Zentralbank Ägyptens hat grünes Licht gegeben: Seit dem 5. Januar 2026 darf AFS seine „Tap-to-Phone“-Technologie flächendeckend einführen. Diese Lizenz markiert einen Wendepunkt für den ägyptischen Markt, der damit zu den Vorreitern bei softwarebasierten Zahlungslösungen in Nordafrika aufsteigt. Kern der Innovation ist die Nutzung von NFC-fähigen Android-Geräten als vollwertige Kassenterminals – ohne zusätzliche Hardware.
„Dies ist ein transformativer Meilenstein“, erklärt AFS-CEO Samer Soliman. „Jedes Unternehmen kann nun sofort sein Smartphone in eine Zahlungsannahmestelle verwandeln.“ Die Lösung beseitigt eine zentrale Hürde für Händler: die hohen Kosten für traditionelle Kartenterminals. Besonders kleinere Betriebe profitieren, da sie keine Geräte mehr mieten oder kaufen müssen.
Doch wie sicher sind Zahlungen über Standard-Smartphones? Die AFS-Lösung setzt auf fortschrittliche Software-Protokolle, die Karteninformationen direkt auf den Geräten verschlüsseln. Im Gegensatz zu herkömmlichen Terminals mit proprietärer Hardware liegt der Sicherheitsfokus hier auf einer robusten, regelmäßig aktualisierbaren Software-Umgebung.
Passend zum Thema Cybersicherheit: Viele Unternehmen unterschätzen das Risiko, das smarte Zahlungslösungen wie SoftPOS für Händlergeräte bedeuten. Studien zeigen, dass 73% der Unternehmen nicht ausreichend auf Cyberangriffe vorbereitet sind — gerade bei kontaktlosen Zahlungen kann ein einziger Angriffsvektor erheblichen Schaden anrichten. Das kostenlose E‑Book “Cyber Security Awareness Trends” erklärt aktuelle Bedrohungen (inkl. neuer KI-Regeln) und liefert praxiserprobte Schutzmaßnahmen, die Sie sofort umsetzen können. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Guide herunterladen
Das System speichert sensible Daten nicht auf dem Händlergerät und minimiert so das Risiko von Datenschutzverletzungen am Verkaufspunkt. Experten sehen darin einen Paradigmenwechsel: Durch den Wegfall physischer Terminals entfällt auch deren Manipulationsanfälligkeit. Die Lösung unterstützt alle gängigen kontaktlosen Karten, inklusive Visa und Mastercard.
Treiber für Finanzielle Inklusion: KMU im Fokus
Die wirtschaftlichen Auswirkungen könnten enorm sein. Ägyptens kleine und mittlere Unternehmen (KMU) standen digitalen Zahlungen bisher oft skeptisch gegenüber – zu hoch waren die Einstiegskosten. Die SoftPOS-Technologie nutzt nun die Smartphones, die viele Händler bereits besitzen, und macht digitale Transaktionen damit praktisch kostenfrei zugänglich.
Dieser Ansatz passt perfekt zur „Digital Egypt“-Initiative der Regierung, die finanzielle Inklusion und bargeldlose Transaktionen fördert. AFS zielt bewusst auf den informellen Sektor ab, um bisher unterversorgte Händler in die formale digitale Wirtschaft zu integrieren. Die Skalierbarkeit der Lösung erlaubt es, selbst Mikrounternehmen schnell an Bord zu holen.
Marktdynamik: Ägypten als Testfeld für Nordafrika
AFS baut mit dem Ägypten-Start auf Erfahrungen in Bahrain auf, doch die Dimensionen sind anders: Mit über 100 Millionen Einwohnern bietet Ägypten ein einzigartiges Massenmarkt-Potenzial. Der Start kommt zur rechten Zeit, denn die Nachfrage nach kontaktlosen Zahlungen in Nordafrika steigt rasant.
Die Lizenzvergabe durch die Zentralbank wird als progressives regulatorisches Signal gewertet. Sie zeigt, dass Innovation und Sicherheit kein Widerspruch sein müssen. Marktbeobachter erwarten, dass der Erfolg in Ägypten die Einführung softwarebasierter Terminals in der gesamten Region beschleunigen wird. Traditionelle Hardware könnte bei kleinen Händlern bald der Vergangenheit angehören.
Digitale Ökosysteme: Mehr als nur Zahlungen
Für AFS ist die Zahlungsfunktion erst der Anfang. Das Unternehmen plant, seine SoftPOS-App zu einer kompletten Händlerplattform auszubauen. Geplant sind Zusatzdienste wie digitale Kassenbons, Bestandsverwaltung und Echtzeit-Analysen – alles integriert in einer Anwendung.
Die Strategie ist klar: Je tiefer digitale Zahlungen in den Wirtschaftsalltag integriert sind, desto höher ihre Akzeptanz. Sollte der Rollout in Ägypten erfolgreich verlaufen, dürfte AFS seine Technologie bald auch in anderen afrikanischen Märkten anbieten. Der Wettlauf um die digitale Zahlungsinfrastruktur des Kontinents hat damit eine neue Dynamik erhalten.
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