Aeva-LiDAR für autonome Militärfahrzeuge
20.01.2026 - 21:51:12Aeva erobert mit 4D-LiDAR den Verteidigungsmarkt. Der US-Sensorik-Spezialist hat seinen ersten Großauftrag in der Rüstungsbranche eingetrocknet. Das Unternehmen Forterra wird die Technologie in seine autonome Plattform für Militärfahrzeuge integrieren.
Die Partnerschaft markiert einen strategischen Schwenk für Aeva. Bislang war das Unternehmen vor allem mit Partnerschaften in der Automobilindustrie bekannt, etwa mit Daimler Truck. Nun soll die eigene 4D-LiDAR-Technologie in Forterras AutoDrive-Plattform für taktische Logistik- und Aufklärungsfahrzeuge zum Einsatz kommen. Ziel ist es, menschliches Personal aus Gefahrenzonen herauszuhalten.
Autonome Militäreinsätze stellen extreme Anforderungen. Die Fahrzeuge müssen in unwegsamem Gelände navigieren und auch in umkämpften, GPS-gestörten Umgebungen zuverlässig funktionieren. Hier setzt Forterra auf Aevas Sensoren.
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Die Technologie misst nicht nur Entfernungen, sondern auch die momentane Geschwindigkeit jedes erfassten Punkts. Diese vierte Dimension ermöglicht es dem System, blitzschnell zwischen statischen Hindernissen wie Bäumen und dynamischen Objekten wie Fahrzeugen zu unterscheiden. „Zuverlässige Wahrnehmung über große Distanzen ist entscheidend für sichere autonome Operationen“, erklärt Forterra-CEO Josh Araujo.
Technologischer Vorteil durch FMCW
Der Kern von Aevas Lösung ist die proprietäre FMCW-Technologie (Frequency Modulated Continuous Wave). Im Gegensatz zu herkömmlichen LiDAR-Systemen, die nur ein 3D-Bild erstellen, liefert sie Echtzeit-Daten zur Bewegung. Das ist essenziell, um die Flugbahn von Objekten vorherzusagen und das Tracking zu stabilisieren.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Sensoren sind immun gegen Interferenzen durch Sonnenlicht oder andere LiDAR-Systeme. Das ist in Szenarien mit mehreren autonomen Fahrzeugen kritisch. Die auf Silizium-Photonik basierende LiDAR-on-Chip-Architektur verspricht zudem Skalierbarkeit und hohe Robustheit bei widrigen Wetterbedingungen.
Wachsende Dynamik und breite Anwendung
Der Verteidigungsauftrag unterstreicht die wachsende Marktakzeptanz von Aevas Plattform. Erst Anfang Januar 2026 verkündete das Unternehmen auf der CES in Las Vegas, dass sein 4D-LiDAR in NVIDIAs DRIVE Hyperion-Referenzplattform für Serienfahrzeuge ab 2028 integriert wird.
Die Strategie des Unternehmens ist breit aufgestellt. Neben Automotive und Verteidigung treibt Aeva auch Innovationen für KI-Rechenzentren voran. Die jüngste Einführung eines hochleistungsfähigen optischen Verstärkers zeigt dies deutlich.
Autonomie als strategisches Ziel der Verteidigung
Die Integration fortschrittlicher Wahrnehmungssysteme ist ein Schlüsselschritt auf dem Weg zu vollautonomen Militäroperationen. Forterra entwickelt Lösungen für Kampfunterstützung und taktische Nachschubissionen. Aevas Technologie soll die Reichweite und Geschwindigkeit dieser Plattformen auf dem Gefechtsfeld erhöhen.
„Dieser erste Erfolg im Verteidigungssektor bestätigt die Leistungsfähigkeit unserer Plattform für die anspruchsvollsten Missionen“, sagt Aeva-Mitgründer Soroush Salehian. Eine erfolgreiche Umsetzung könnte den Weg für einen breiten Einsatz in einer neuen Generation intelligenter Militärassets ebnen und bodengestützte Operationen grundlegend verändern.
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