Advanzia-Kunden: PSD2-Phishingwelle zu Jahresbeginn 2026
06.01.2026 - 10:44:12Eine massive Phishing-Welle zielt auf Kunden der Advanzia Bank. Betrüger nutzen gefälschte E-Mails, die angeblich wichtige Sicherheitsupdates zur EU-Richtlinie PSD2 enthalten, um an Kreditkartendaten zu gelangen. Verbraucherschützer und Sicherheitsportale warnen aktuell vor der besonders raffinierte Angriffswelle.
Perfide Masche mit Drohkulisse
Seit Anfang Januar erhalten Inhaber der „Gebührenfrei Mastercard Gold“ täuschend echte Nachrichten. Die Betreffzeilen lauten etwa „Wichtige Kundeninformation: PSD2-Sicherheitsupdate“ oder „Dringend: Bestätigung erforderlich“. Der Inhalt suggeriert, dass aufgrund neuer EU-Vorgaben eine sofortige Legitimation nötig sei.
Warum das PSD2-Argument zieht
Die Wahl des Vorwands ist clever. Die PSD2-Richtlinie ist vielen Kunden zwar ein Begriff, die Details sind aber oft unklar. Da Banken tatsächlich regelmäßig ihre Sicherheitsverfahren anpassen, klingt die Aufforderung für viele plausibel.
Die Betrüger streuen gezielt Fachbegriffe wie „Gerätebindung“ oder „3D-Secure“ ein, um Seriosität vorzutäuschen. Ihr Ziel ist doppelt: Sie wollen Online-Banking-Zugangsdaten abgreifen und versuchen im Hintergrund, eine neue Gerätebindung für die Advanzia-App auf ihrem eigenen Gerät einzurichten. Gelingt das, kontrollieren sie künftige Transaktionsfreigaben.
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So erkennen Sie die Betrugsversuche
Trotz hoher Qualität gibt es klare Warnsignale:
* Absenderadresse: Der Anzeigename wirkt seriös (z.B. „Advanzia Kundenservice“), die tatsächliche E-Mail-Adresse hat aber nichts mit der offiziellen Domain advanzia.com zu tun.
* Verlinkung: Die URL hinter den Buttons enthält oft kryptische Begriffe wie „secure-verify“ oder Zahlenkombinationen.
* Zeitdruck: Seriöse Banken setzen keine Ultimaten von wenigen Stunden per E-Mail und drohen nicht mit Kontosperrungen.
Experten raten: Öffnen Sie keine Links in solchen Mails. Loggen Sie sich bei Unsicherheit nur über die offizielle App oder durch manuelle Adresseingabe im Browser ein. Im Zweifel klärt ein Anruf beim Kundenservice.
Ein branchenweites Problem zu Jahresbeginn
Advanzia steht nicht allein da. Der Jahresstart ist traditionell Hochsaison für Cyberkriminelle. Sie spekulieren auf Unaufmerksamkeit im „Neujahrs-Modus“. Ähnliche Wellen gab es aktuell auch im Namen der Targobank und von Sparkassen.
Als reine Direktbank mit digitaler Kommunikation ist Advanzia ein attraktives Ziel. Kunden sind hier eher geneigt, E-Mail-Anweisungen zu folgen. Die aktuelle Welle zeigt: Phishing bleibt der erfolgreichste Angriffsvektor für Finanzbetrug.
Ausblick: KI macht Angriffe perfider
Für 2026 zeichnet sich eine beunruhigende Entwicklung ab. Durch Künstliche Intelligenz (KI) werden Phishing-Mails individueller und sprachlich fehlerfrei. Die Zeiten holpriger Grammatik sind vorbei.
Angriffe werden voraussichtlich gezielter („Spear-Phishing“), indem Daten aus früheren Leaks im Darknet genutzt werden. Die Verantwortung für die Sicherheit liegt zunehmend bei der Aufmerksamkeit der Kunden, denn technische Filter können nicht jeden KI-generierten Betrug erkennen. Banken müssen ihre Aufklärungskampagnen wohl intensivieren.
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