Adject 1.5: KI revolutioniert Produktfotografie für den Online-Handel
13.01.2026 - 10:46:12Die KI-Plattform Adject stellt mit Version 1.5 die Produktbild-Erstellung für E-Commerce auf den Kopf. Ein neuer Workflow und hyperrealistische Videos sollen teure Studiofotografie ersetzen.
In einem bedeutenden Schritt für den digitalen Handel hat die KI-Visualisierungsplattform Adject ihr neues Update 1.5 veröffentlicht. Die Version, die diese Woche angekündigt wurde und gestern einen Top-5-Rang auf Product Hunt erreichte, verspricht eine radikale Veränderung, wie E-Commerce-Marken Produktfotos und Videos erstellen. Mit einem projektbasierten Workflow und erweiterten Videofunktionen zielt Adject 1.5 darauf ab, die traditionelle Studiofotografie überflüssig zu machen – und bietet Online-Händlern eine hyperrealistische Alternative.
Vom Einzelbild zum konsistenten Markenauftritt
Die zentrale Neuerung von Adject 1.5 ist der Wechsel zu einem umfassenden, projektbasierten Workflow. Dieser Ansatz löst die bisherigen, oft isolierten Generierungsaufgaben früherer KI-Tools ab. Nutzer können nun kreative Assets nach Kampagnen oder Produktlinien organisieren. Das gewährleistet visuelle Konsistenz über verschiedene Medienformate hinweg.
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Gerade diese Konsistenz war für Händler bisher die größte Hürde bei KI-Tools. Frühere Modelle hatten oft Schwierigkeiten, Produktdetails wie Logos, Texturen oder spezifische Farben über mehrere Bilder hinweg identisch zu halten. Adject 1.5 löst dieses Problem durch verbesserte referenzbasierte Generierung und Image-to-Image-Pipelines. Nutzer laden ein Basis-Produktfoto hoch und generieren darauf aufbauend verschiedene Lifestyle-Szenen, Model-Interaktionen und Hintergründe, während das Kernprodukt stets gleich aussieht.
Diese Fähigkeit ist für die Markenidentität entscheidend. Indem die visuellen Attribute des Produkts gesperrt werden, ermöglicht Adject kleinen Teams, „Studio-Qualität“ zu produzieren. Bisher benötigte dies teure Ausrüstung, professionelles Licht und bezahlte Models.
Der Durchbruch für KI-Video im Handel
Über statische Bilder hinaus führt Adject 1.5 leistungsstarke Videogenerierungs-Features ein, speziell „Image-to-Video“ und „Frame-to-Video“. Dieser Schritt zielt auf die wachsende Nachfrage nach Kurzvideos auf Plattformen wie TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts. Diese Kanäle sind 2026 zu dominierenden Entdeckungsplattformen für E-Commerce geworden.
Die neuen Videotools animieren statische Produktaufnahmen zu dynamischen Clips. Ein Foto eines Kleidungsstücks wird so zum Video, das den Stoff in natürlicher Bewegung an einem Model zeigt. Produkte lassen sich mit filmischen Lichtwechseln und Kamerafahrten in Szene setzen. Berichte früher Nutzer deuten darauf hin, dass diese Videos „hyperrealistisch“ sein sollen und den unheimlichen Tal-Effekt minimieren, der KI-Videos bisher oft anhaftete.
Die Integration von Video in den Asset-Erstellungs-Workflow bedeutet: Aus einer einzigen Produktreferenz entsteht in Minuten ein komplettes Set an Marketingmaterial – von hochauflösenden Katalogfotos bis hin zu fesselnden Social-Media-Videowerbungen.
Demokratisierung für den Mittelstand
Die Gründer Saljug Mahmudlu und Berke Şeker positionieren ihr Tool als demokratisierende Kraft für unabhängige Händler und kleine bis mittlere Unternehmen (KMU). Zum Launch auf Product Hunt betonte das Team den Hauptvorteil: Kosteneinsparung und Zeitersparnis. Traditionelle Fotoshoots können Tausende von Euro kosten und Wochen an Vorlauf benötigen. Adject 1.5 soll vergleichbare Ergebnisse sofort und zu einem Bruchteil des Preises liefern.
Die Plattform operiert mit einem Freemium- und Nutzungsguthaben-Modell. Das macht sie für Startups zugänglich, bietet aber auch skalierbare Lösungen für größere Kataloge. Der Launch hat bereits große Aufmerksamkeit in der Tech-Community erregt. Der fünfte Platz auf Product Hunt am 12. Januar 2026 zeigt eine starke Marktnachfrage nach Tools, die die Lücke zwischen komplexer Profi-Software und automatisierter KI-Generierung schließen.
Analyse: Der „agentische“ KI-Trend 2026
Das Release von Adject 1.5 kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die gesamte KI-Branche. Analysten sehen 2026 als das Jahr der „agentischen KI“. Dabei entwickeln sich Tools von passiven Chatbots zu aktiven Agenten, die komplexe, mehrstufige Workflows ausführen können. Adjects Wechsel zu einem projektbasierten System spiegelt diesen Trend wider – weg von einfachen „Prompt-und-Ergebnis“-Interaktionen hin zu einem ganzheitlichen, gesteuerten kreativen Prozess.
Branchendaten untermauern die Notwendigkeit solcher Tools. Ein aktueller Bericht des AI Journal legt nahe, dass KI-Tools für dynamische Preisgestaltung, Marketing-Optimierung und personalisierte Visuals bis 2028 zur Standard-Infrastruktur erfolgreicher E-Commerce-Marken gehören werden. In einem Umfeld, in dem Margen durch Werbekosten und Wettbewerb zunehmend unter Druck stehen, ist die Fähigkeit, hochkonvertierende visuelle Inhalte ohne großen Aufwand zu generieren, ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.
Die von Adject angepriesene „hyperrealistische“ Qualität entspricht zudem den Verbrauchererwartungen. Da Käufer anspruchsvoller werden, sinkt die Toleranz für offensichtlich KI-generierte, minderwertige Bilder. Tools, die von der Realität nicht zu unterscheidende Visuals produzieren, dürften schneller adaptiert werden. Dies wirft jedoch auch Fragen nach Transparenz und einer möglichen Übersättigung des Marktes mit „perfekten“ synthetischen Bildern auf.
Ausblick: Integration und Disruption
Die Zukunft für Adject und ähnliche Plattformen zeigt in Richtung einer noch tieferen Integration mit E-Commerce-Systemen. Zukünftige Updates könnten direkte Plugins für Shopify oder WooCommerce bringen. Die KI könnte dann automatisch Produktlistings mit frischen, saisonangepassten Visuals aktualisieren – ohne manuelles Zutun. Ein Konzept, das von „agentischen“ Frameworks in anderen Sektoren bereits erforscht wird.
Kurzfristig wird Adject 1.5 voraussichtlich den niedrigeren bis mittleren Bereich des Marktes für kommerzielle Fotografie disruptieren. Während High-End-Luxusmarken für Flaggschiff-Kampagnen wohl weiter auf menschliche Kreativität setzen, werden die alltäglichen Content-Bedürfnisse der großen Mehrheit der Online-Händler zunehmend von KI erfüllt. Während die Technologie 2026 weiter reift, könnte die Definition von „Studiofotografie“ dauerhaft um die Serverfarmen erweitert werden, die Tools wie Adject antreiben.
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