ADHS im Alter: Unbehandelte Störung erhöht Demenzrisiko
31.01.2026 - 13:12:12Unbehandelte ADHS im Erwachsenenalter könnte das Risiko für Demenzerkrankungen deutlich erhöhen. Das zeigen aktuelle Langzeitstudien. Die gute Nachricht: Eine konsequente Therapie wirkt offenbar schützend auf das Gehirn.
Alarmierende Langzeitdaten: Fast dreifaches Risiko
Großangelegte Kohortenstudien der letzten Jahre, unter anderem im JAMA Network Open veröffentlicht, zeigen eine deutliche Korrelation. Erwachsene mit diagnostizierter ADHS haben demnach ein signifikant höheres Risiko, im späteren Leben an Demenz zu erkranken. Bei unbehandelten Betroffenen könnte dieses Risiko fast dreimal so hoch sein wie bei neurotypischen Vergleichsgruppen.
Die gefährdete „Gehirn-Rücklage“
Die kognitive Reserve ist wie ein neurobiologisches Sparbuch. Durch Bildung, komplexe Jobs und soziales Lernen füllt es sich mit neuronalen Verknüpfungen. Je voller dieses Konto, desto länger kann das Gehirn altersbedingte Schäden kompensieren, bevor Demenz-Symptome auftreten.
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Genau hier liegt dasProblem. Die Kernsymptome der ADHS – wie Desorganisation und Impulsivität – wirken oft als Barriere. Betroffene brechen häufiger Ausbildungen ab, haben unstete Karrieren und leiden unter chronischem Stress. Dieser verhinderte Aufbau der Reserve kann im Alter zum Verhängnis werden.
Therapie als Schutzschild fürs Gehirn
Die entscheidende Erkenntnis: Eine adäquate Behandlung scheint das Demenzrisiko zu senken. Studien fanden bei konsequent mit Psychostimulanzien behandelten Patienten oft kein erhöhtes Risiko mehr.
Der Grund ist indirekt. Die Medikation stabilisiert den Lebensstil und ermöglicht erst Verhaltensweisen, die das Gehirn schützen:
* Berufliche Stabilität: Komplexe kognitive Aufgaben werden bewältigbar.
* Soziale Teilhabe: Der Aufbau von Netzwerken gelingt besser.
* Risikominderung: Das Risiko für Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Substanzmissbrauch – eigene Demenzfaktoren – sinkt.
Paradigmenwechsel: Von der Symptomkontrolle zur Neuroprotektion
Diese Erkenntnisse markieren einen Wendepunkt. ADHS wird nicht mehr nur als Störung der Leistungsfähigkeit gesehen, sondern als systemisches Gesundheitsrisiko. Ähnlich wie bei Bluthochdruck, wo Therapie Organschäden vorbeugt, wird die ADHS-Behandlung nun als Form der Neuroprotektion verstanden.
Die Diskussion verschiebt sich von der bloßen Symptomlinderung hin zum langfristigen Erhalt der kognitiven Gesundheit. Die Diagnose im Erwachsenenalter wird so zur präventiven Notwendigkeit.
Blick in die Zukunft: Präzise Prävention
Die Forschung arbeitet bereits an der nächsten Stufe. Ziel ist es, Biomarker zu finden, die besonders gefährdete Patienten identifizieren. Künftige Therapieleitlinien werden wahrscheinlich die Überwachung der kognitiven Gesundheit im Alter integrieren.
Die Vision: Therapiepläne zielen nicht nur auf weniger Unaufmerksamkeit ab, sondern definieren explizit „gehirnfreundliche“ Lebensstile als Ziel. Das Management der ADHS würde so zu einer direkten Investition in die Zukunft des eigenen Gehirns.
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