Betrugswelle, Bankkunden

96-Euro-Abbuchungen: Neue Betrugswelle trifft Bankkunden

16.01.2026 - 19:23:12

Eine neue Betrugswelle mit Abbuchungen von 96 Euro verunsichert Bankkunden. Verbraucherschützer erklären, wie die Abo-Falle funktioniert und welche Sofortmaßnahmen bei unautorisierten Lastschriften helfen.

Eine neue Welle unerwünschter Abbuchungen beunruhigt derzeit zahlreiche Bankkunden. Beträge von 96 Euro werden von Konten abgebucht, oft unter undurchsichtigen Verwendungszwecken wie “Kranz Lotto”. Verbraucherschützer warnen vor einer raffinierten Abo-Falle durch Drittanbieter.

So funktioniert die 96-Euro-Masche

Die Täter folgen einem klaren Muster. Es handelt sich um sogenannte Abo-Fallen, bei denen Verbrauchern ohne deren bewusste Zustimmung Abonnements untergeschoben werden. Eine ähnliche Masche mit einem Unternehmen namens „LottoBlock Vorteilsgemeinschaft“ deckte die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein Ende 2025 auf.

Die Abbuchungen erfolgen oft über ausländische Zahlungsdienstleister, was die Rückverfolgung erschwert. Sie tauchen direkt auf dem Kontoauszug oder versteckt in der Mobilfunkrechnung unter „Leistungen von Drittanbietern“ auf. Wie die Betrüger an die Bankdaten gelangen, ist häufig unklar. Experten vermuten Datenlecks bei alten Gewinnspiel-Abonnements oder erschlichene Informationen durch Werbeanrufe.

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Erste Hilfe bei unerwünschten Abbuchungen

Wer eine unautorisierte Abbuchung entdeckt, sollte sofort handeln. Der wichtigste Schritt ist die Lastschrift-Rückbuchung bei der eigenen Bank. Diese ist in der Regel innerhalb von acht Wochen nach Belastung problemlos möglich.

Parallel dazu raten Verbraucherzentralen zu einem schriftlichen Widerspruch:
* Senden Sie dem abbuchenden Unternehmen einen Brief per Einwurf-Einschreiben.
* Widerrufen Sie den angeblichen Vertrag oder kündigen Sie ihn.
* Fechten Sie den Vorgang wegen arglistiger Täuschung an.
* Nutzen Sie die kostenlosen Musterbriefe der Verbraucherzentralen.

Lassen Sie sich nicht von Mahnungen einschüchtern. Die Beweislast für einen gültigen Vertragsabschluss liegt beim Anbieter.

Die wirksamste Waffe: Die Drittanbietersperre

Der beste Schutz vor solchen Abo-Fallen über die Handyrechnung ist eine Drittanbietersperre. Mobilfunkanbieter müssen diese Sperre auf Wunsch kostenlos einrichten. Sie blockiert, dass externe Dienstleister ihre Forderungen über Ihre Telefonrechnung einziehen können.

Die Aktivierung ist einfach:
* Über die Kundenhotline Ihres Anbieters.
* Im Online-Kundenportal.
* Direkt in einem Shop.

Experten empfehlen die Sperre standardmäßig zu aktivieren. Viele unseriöse Abonnements entstehen durch ein versehentliches Klicken auf Werbebanner in Apps oder im Web.

Ein altes Problem in neuem Gewand

Die aktuelle Betrugswelle zeigt die Professionalisierung der Cyberkriminalität. Die Täter agieren oft aus dem Ausland und nutzen komplexe Firmenkonstrukte, um ihre Spuren zu verwischen. Kritiker merken an, dass auch Mobilfunkanbieter an den Umsätzen der Drittanbieter mitverdienen – ein Grund, warum die Sperre nicht standardmäßig aktiv ist.

Für Verbraucher bleibt Wachsamkeit unerlässlich. Prüfen Sie regelmäßig Kontoauszüge und Rechnungen. Behandeln Sie unaufgeforderte Kontaktaufnahmen, die zur Preisgabe von Daten auffordern, mit äußerstem Misstrauen. Die wichtigste Ressource im Kampf gegen Betrug bleibt der informierte Verbraucher.

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