3G-Netze weltweit abgeschaltet: Millionen Geräte verlieren Anschluss
22.01.2026 - 01:31:12Die Ära des Mobilfunkstandards 3G endet weltweit – und macht Millionen älterer Handys und Geräte schlagartig unbrauchbar. Diese Woche beginnen Betreiber in Neuseeland und Großbritannien mit den letzten Abschaltungen. Für Verbraucher bedeutet das: Sie müssen dringend prüfen, ob ihre Geräte moderne Netze unterstützen. Sonst droht der komplette Kommunikationsverlust, selbst für Notrufe.
Warum die alten Netze jetzt verschwinden
Der Druck auf die wertvolle Funkfrequenzen ist enorm. Netzbetreiber schalten die ineffizienten 3G-Systeme ab, um das freiwerdende Spektrum für leistungsstärkere 4G- und 5G-Netze zu nutzen. Diese sind nicht nur schneller, sondern können auch deutlich mehr Daten transportieren. Die sogenannte „Refarmierung“ ist ein globaler Trend, der bereits 2022 bei großen US-Anbietern abgeschlossen wurde.
In Neuseeland startete „One New Zealand“ die flächendeckende Abschaltung am 20. Januar, Konkurrenten wie Spark ziehen nach. Bis Ende März soll 3G im Land Geschichte sein. Im Vereinigten Königreich befindet sich O2 in der finalen Phase; Anfang 2026 wird auch dort das letzte 3G-Signal verstummen. Europa und Asien folgen diesem Muster. Das Ziel ist klar: Mehr Kapazität für HD-Streaming, das Internet der Dinge (IoT) und künftige Technologien.
Der entscheidende Check: Funktionieren Ihre Anrufe noch?
Die Abschaltung betrifft nicht nur reine 3G-Handys. Die größte Falle lauert bei älteren 4G-Smartphones. Viele nutzten bislang das 4G-Netz nur für Daten – für Telefonate fielen sie automatisch auf 3G zurück. Fehlt die VoLTE-Funktion (Voice over LTE), sind diese Geräte nach der Abschaltung stumm. Sie zeigen vielleicht noch ein 4G-Symbol an, können aber keine Anrufe mehr tätigen oder empfangen.
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Besonders betroffen sind:
* Alle Mobiltelefone, die nur 3G unterstützen.
* Ältere 4G-Smartphones ohne VoLTE.
* Frühe 4G-Modelle, die nie ein entsprechendes Software-Update erhielten.
Wer ein Gerät besitzt, das älter als vier Jahre ist, sollte dringend handeln. Sonst riskiert er den Verlust aller Kommunikationsdienste – inklusive des Zugangs zu Notrufnummern.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So bereiten Sie sich vor
Ein unerwarteter Dienstausfall lässt sich mit wenigen prüfenden Schritten vermeiden:
- Kompatibilität prüfen: Viele Netzbetreiber bieten einfache Checks an. In Neuseeland genügt eine SMS mit dem Text „3G“ an die 550. In Deutschland sollten Kunden die Website ihres Anbieters besuchen oder den Kundenservice kontaktieren. Dort finden sich Listen betroffener Gerätemodelle.
- VoLTE manuell aktivieren: Bei kompatiblen Geräten muss die Funktion oft erst in den Einstellungen freigeschaltet werden. Sie findet sich meist unter „Mobile Netzwerke“ oder „Verbindungen“. Ein „VoLTE“-Symbol in der Statusleiste bestätigt die Aktivierung.
- Software-Updates durchführen: Stellen Sie sicher, dass das Betriebssystem Ihres Telefons auf dem neuesten Stand ist. Hersteller aktivieren VoLTE manchmal erst durch ein Update.
- Gerät austauschen: Ist das Smartphone inkompatibel, führt kein Weg am Kauf eines neueren Modells vorbei. Viele Anbieter bieten Sonderaktionen, Rabatte oder sogar kostenlose Wechsel an, um den Übergang zu erleichtern.
Alarmanlagen und Notrufsysteme: Die stillen Opfer
Die 3G-Abschaltung trifft auch Millionen vernetzter Alltagsgegenstände. Viele IoT-Geräte (Internet of Things) nutzten die alten Netze wegen ihrer guten Abdeckung und niedrigen Kosten. Jetzt werden sie zu Elektroschrott.
Betroffen sind kritische Infrastrukturen:
* Sicherheitstechnik: Zahlreiche drahtlose Alarmanlagen, die seit 2016 installiert wurden, nutzen 3G-Module zur Signalübertragung und müssen ausgetauscht werden.
* Medizinische Notfallsysteme: Viele mobile Notrufknöpfe für Senioren (PERS) verlieren ihre Verbindung zu den Leitstellen.
* Automobilindustrie: Vernetzte Dienstleistungen in Fahrzeugen der letzten zehn Jahre – wie automatischer Notruf (eCall), Live-Navigation oder Ferndiagnose – könnten ausfallen.
Was nach 3G kommt: Der Blick in die Zukunft
Der Abschied von 3G ist eine notwendige Weichenstellung für die digitale Zukunft. Die freiwerdenden Ressourcen beschleunigen den Ausbau moderner Netze, die heute den Großteil des Datenverkehrs bewältigen. Während die Betreiber die 3G-Ära beenden, blickt die Branche bereits weiter: Diskussionen über die spätere Umwidmung von 4G-Frequenzen für noch leistungsfähigere 5G-Netze haben begonnen. Dieser Prozess wird sich über das kommende Jahrzehnt ziehen.
Für Verbraucher und Unternehmen steht jedoch zunächst die aktuelle Herausforderung im Vordergrund. Die Devise lautet: Prüfen Sie heute, ob Ihre Geräte fit für die Netzwerk-Zukunft sind. Nur so bleibt die Verbindung morgen erhalten.
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