2026 wird zum Marathon-Jahr mit 253 Arbeitstagen
08.01.2026 - 12:22:12Deutschland steht 2026 vor einem ungewöhnlich langen Arbeitsjahr. In mehreren Bundesländern zählt der Kalender bis zu drei Arbeitstage mehr als im Vorjahr. Für Unternehmen wird das strategische Kapazitäts-Management zur zentralen Herausforderung.
Warum das Jahr so voll wird
Der Grund für die hohe Zahl von bis zu 253 Arbeitstagen liegt in der Feiertagsverteilung. Gleich mehrere gesetzliche Feiertage fallen 2026 auf ein Wochenende und entfallen damit als freie Werktage.
* Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) und der Zweite Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) sind Samstage.
* Allerheiligen (1. November) fällt auf einen Sonntag.
Besonders betroffen sind Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Sachsen-Anhalt. Dort steigt die Zahl der Arbeitstage im Vergleich zu 2025 um bis zu drei Tage an.
Produktivitäts-Chance mit Risiken
Rein rechnerisch birgt das lange Jahr ein enormes Produktivitäts-Potenzial. Allein in Sachsen-Anhalt könnten durch drei zusätzliche Tage über fünf Millionen Arbeitsstunden mehr anfallen. Auf ganz Deutschland hochgerechnet, summiert sich das zu einem beachtlichen Volumen.
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Doch Experten warnen: Die fehlenden natürlichen Pausen durch Brückentage erhöhen das Risiko von Ermüdung und Ausfällen, besonders im zweiten Halbjahr. Aus einfacher Verfügbarkeitsplanung wird so ein anspruchsvolles Belastungs-Management.
Wie Unternehmen jetzt reagieren
Personalabteilungen und Betriebsräte stehen unter Druck, neue Modelle zu finden. Der Fokus liegt darauf, die zusätzliche Zeit intelligent zu nutzen, ohne die Belegschaft zu überlasten.
Erste Unternehmen passen ihre Jahresarbeitszeitmodelle an und setzen auf flexiblere Urlaubsregelungen. Ein Trend geht zu “Smart Hybrid”-Modellen in der Schichtplanung. Die gewonnene Zeit wird nicht einfach als Mehrarbeit verbucht, sondern für Fortbildungen oder interne Projekte genutzt.
Ein Turbo für die digitale Transformation?
Ironischerweise könnte das lange Jahr genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. Viele Konzerne haben sich für 2026 ambitionierte IT-Ziele gesetzt – von Cloud-Migrationen bis zur KI-Integration.
Die zusätzlichen Arbeitstage schaffen nun Zeitfenster für genau diese komplexen Transformationsprojekte. Themen wie Datensouveränität oder Cybersecurity-Updates, die im operativen Tagesgeschäft oft zurückstehen, erhalten so möglicherweise die nötige Kapazität.
Der Preis des langen Jahres
Der Kontrast zum Vorjahr ist deutlich: 2025 war durch eine arbeitnehmerfreundlichere Feiertagsverteilung geprägt. Historisch gesehen führen solche “Marathon-Jahre” oft zu erhöhten Krankenständen in den Wintermonaten, was die theoretischen Gewinne wieder schmälern kann.
Marktbeobachter erwarten, dass Gewerkschaften im Laufe des Jahres verstärkt auf Ausgleichsmodelle pochen werden. Das Jahr 2026 wird zeigen, ob die Wirtschaft die Extra-Zeit in nachhaltige Produktivität umwandeln kann – oder ob die Ermüdung am Ende siegt.
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