Jahr, Brückentage

2026 wird das Jahr der knappen Brückentage

23.01.2026 - 12:30:11

Das neue Arbeitsjahr bringt für Beschäftigte eine kalendarische Durststrecke. Viele Feiertage fallen aufs Wochenende, was die klassische Urlaubsplanung auf den Kopf stellt. Strategisches Vorgehen ist jetzt gefragt.

Die einzigen effizienten Brückentage-Konstellationen konzentrieren sich auf das zweite Quartal. Der Fokus liegt klar auf Mai und Juni.

  • Christi Himmelfahrt (14. Mai, Donnerstag) ist der Star unter den Brückentagen. Ein Urlaubstag am Freitag, dem 15. Mai, beschert ein viertägiges langes Wochenende. Die Reisebranche verzeichnet dafür bereits hohe Nachfrage.
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  • Tag der Arbeit (1. Mai, Freitag) bietet ein garantiertes langes Wochenende für Kurztrips.
  • Fronleichnam (4. Juni, Donnerstag) ist die letzte große Chance. Dieser Feiertag gilt in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Personalexperten raten dringend, Urlaubsanträge für diese Zeit jetzt zu stellen. Engpässe und Konflikte in den Teams sind vorprogrammiert.

Die zweite Jahreshälfte ohne Geschenke

Ab Juli sieht die Lage ernüchternd aus. Eine ganze Reihe von Feiertagen fällt 2026 auf einen Samstag oder Sonntag und bringt Arbeitnehmern damit keinen zusätzlichen freien Tag.

  • Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober)
  • Reformationstag (31. Oktober)
  • Allerheiligen (1. November)
  • Zweiter Weihnachtsfeiertag (26. Dezember)

Für längere Erholungsphasen im Herbst und Winter müssen Beschäftigte ihre Urlaubstage folglich vollständig einsetzen. Es gibt keine „geschenkten“ Tage mehr.

Regionale Unterschiede und Folgen

Die föderale Feiertagslandschaft verschärft die Ungleichheit 2026. Während einige Bundesländer von Fronleichnam profitieren, trifft es andere hart.

Sogar im feiertagsreichen Bayern fallen regionale Feste wie das Augsburger Hohe Friedensfest (8. August) und Mariä Himmelfahrt (15. August) auf einen Samstag. Einziger Lichtblick: Sachsen behält mit dem Buß- und Bettag am 18. November (Mittwoch) eine Option für ein extrem langes Wochenende – gegen zwei Urlaubstage.

Die kalendarische Situation hat konkrete Auswirkungen:

  • In Unternehmen drohen Konflikte um die wenigen attraktiven Urlaubsfenster. Bei kollidierenden Wünschen könnten soziale Kriterien wie Schulkinder den Ausschlag geben.
  • Die Reisebranche passt sich an. Statt langer Trips werden kurze „Micro-Adventures“ an den langen Wochenenden und „Workations“ im Herbst erwartet.
  • Volkswirte sehen zwar potenziell mehr Arbeitstage, Gesundheitsökonomen warnen aber vor steigenden Fehlzeiten im vierten Quartal ohne natürliche Erholungspausen.

Ein Trost bleibt: Der Kalender dreht sich weiter. 2027 rutschen viele der Wochenend-Feiertage auf Sonntage und Montage – und versprechen wieder bessere Konstellationen. Für 2026 gilt: Wer nicht jetzt plant, geht leer aus.

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