USA, EU

Trump-Vordenkerin warnt Europäer vor E-Autos aus China

17.11.2025 - 13:11:48

Die Vordenkerin von Donald Trumps Energie- und Klimapolitik warnt die Europäer davor, E-Autos und Technologie für erneuerbare Energien aus China zu importieren.

"Wenn europäische Unternehmen oder Verbraucher Elektrofahrzeuge haben wollen, sollten sie sich davor hüten, diese aus China zu kaufen", sagte Diana Furchtgott-Roth, Direktorin des Zentrums für Energie, Klima und Umwelt der Heritage Foundation, dem "Spiegel". "Wir erleben doch gerade, wie China bei den seltenen Erden und kritischen Mineralien Lieferungen in die USA oder Europa blockiert. Eine solche Abhängigkeit kann die Volkswirtschaften in eine sehr prekäre Lage bringen." Die Strategin Furchtgott-Roth ist bei der Heritage Foundation, dem derzeit einflussreichsten Thinktank der USA, eine leitende Autorin von Project 2025.

Dieses Manifest gilt als Blaupause für Trumps Politik. Die neue Regierung hat schon fast die Hälfte der Project-2025-Inhalte in Dekrete und Gesetze überführt, wie eine Analyse der die Initiative "Project 2025 Tracker" ergab. Unter anderem hat Trump eine weltweite "Energiedominanz" der USA auf Basis von Erdöl und Erdgas ausgerufen, wie es die Heritage Foundation bereits in Project 2025 forderte. E-Autos und Erneuerbare-Energien-Projekte hingegen werden nicht mehr gefördert; teils sogar blockiert. "Ein großer Teil der weltweit angebotenen Windturbinen und Solarmodule wird in China produziert", begründete Furchtgott-Roth den radikalen Schwenk "Wir wollen uns nicht von chinesischer Technologie abhängig machen. Nicht dass es uns so ergeht wie Ihnen in Europa vor drei Jahren, als Russland im Ukrainekrieg plötzlich die Gasversorgung gekürzt hat. Auch China könnte in einem Konflikt seine Lieferungen einstellen." Zudem sei die Energieproduktion durch fossile Rohstoffe kostengünstiger und zuverlässiger, behauptete Furchtgott-Roth, die für die republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, George H.W. Bush und George W. Bush sowie in dessen erster Amtszeit auch für Trump arbeitete. "Wir hier in den Vereinigten Staaten haben große Mengen Erdöl, Erdgas und Kohle direkt unter unseren Füßen. Sie sind preisgünstig und sichern uns eine erschwingliche und bedarfsgerechte Versorgung." Der Klimawandel sei "nicht unser drängendstes Problem", sagte Furchtgott-Roth. Zudem würden auch andere Staaten wie China oder Indien ihre Emissionen steigern. "Die USA haben Erdöl und Erdgas. Wir lassen uns von niemandem daran hindern, unser Öl und Gas zu nutzen."

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Snyder: Parallelen zwischen Trumps Regierungsstil und Nazi-Methoden Der US-Historiker Timothy Snyder sieht Parallelen zwischen dem Regierungsstil des US-Präsidenten Donald Trump und den Methoden der Nazis.In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) nannte er als Beispiel den führenden US-Beamten Greg Bovino, der beim gewaltsamen Vorgehen der Grenzschutzbehörde ICE in Minneapolis Kleidung trug, die manche an SS-Uniformen erinnerte. (Ausland, 31.01.2026 - 09:00) weiterlesen...

Expertin erwartet keine zügige militärische Unabhängigkeit von USA Die Leiterin das Berliner Büro des Thinktanks European Council on Foreign Relations (ECFR), Jana Puglierin, erwartet, dass Deutschland und Europa ein Jahrzehnt brauchen, um militärisch im konventionellen Bereich unabhängig von den USA zu werden.Es gehe insbesondere um strategische Schlüsselbereiche, über die europäische Armeen bislang noch nicht verfügen und in denen sie besonders von den USA abhängig seien, sagte Puglierin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). (Ausland, 31.01.2026 - 01:00) weiterlesen...

Gemini und Co.: EU hilft Google bei KI-Zugangsregeln. Nutzerinnen und Nutzer sollen langfristig beim Suchen Alternativen haben. Unfaire Marktmacht? Die EU will Google dazu bringen, KI-Konkurrenten gerechten Zugang zu Android und Suchdaten zu geben. (Wissenschaft, 27.01.2026 - 14:45) weiterlesen...

WhatsApp muss sich an strengere EU-Digitalregeln halten WhatsApp muss bei offenen Kanälen aufpassen: Illegale Inhalte, Werbung, Wahlmanipulation – die EU schaut jetzt genau hin. (Wissenschaft, 26.01.2026 - 15:32) weiterlesen...

EU ermittelt gegen Musks X wegen sexualisierter KI-Bilder (Wissenschaft, 26.01.2026 - 12:00) weiterlesen...

Bericht: EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Grok Die EU-Kommission wird wahrscheinlich noch am Montag härtere Maßnahmen gegen Elon Musks KI-Chatbot Grok ergreifen. (Ausland, 26.01.2026 - 09:19) weiterlesen...