Ex-Nato-Strategin fordert gemeinsame EU-Handlungslinie zu Grönland
14.01.2026 - 13:29:43Diesen Prozess vermisse sie, so Babst. "Ich habe nicht den Eindruck, dass er in der EU stattfindet, oder dass er in der Nato stattfindet", sagte die Sicherheitsexpertin. Ideen, wie eine Nato-Mission in der Arktis oder Ähnliches, könne man diskutieren, dies müsse aber hinter verschlossenen Türen stattfinden, "und dann sollten sich die Europäer wirklich auf eine gemeinsame Handlungslinie einigen", sagte die Expertin.
Trump gehe es bei seinen Ambitionen bezüglich Grönland, mitnichten darum, die Sicherheit in der Arktis zu verbessern, ihm gehe es darum, "einen territorialen Teil eines Nato-Partners in seiner politischen Souveränität und territorialen Integrität wirklich massiv einzuschüchtern, unter Druck zu setzen und ein Stück weit wie ein Kind zu sagen: Das will ich hier haben und das bekomme ich dann auch."
Und die Antwort Europas könne doch dann nicht lauten: "Wir gucken mal, ob wir ihm in irgendeiner Form entgegenkommen können." Eigentlich müsste die Antwort lauten: "Du, lieber Herr Trump, darfst dich für derartige Entgleisungen entschuldigen und vielleicht können wir dann wieder mal ernsthaft über wichtige Themen reden", ergänzte sie.


