Badenberg fordert Reform unserer Sicherheitsarchitektur
14.03.2025 - 13:00:00Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst bräuchten "technisch und rechtlich mehr Handlungsfreiheit", so die CDU-Politikerin. "Nur so können wir Schritt halten mit der veränderten Sicherheitslage." Vor allem aber müsse der deutsche Sicherheitsapparat "insgesamt effizienter" werden: "Zu viel Zeit fließt in Bürokratie, zu wenig in die operative Arbeit." Es gebe in Deutschland Dutzende Behörden mit Sicherheitsaufgaben. "Wer dabei wofür zuständig ist, ist oft nicht klar genug", so Badenberg. "Wir brauchen nichts weniger als eine Reform unserer Sicherheitsarchitektur." Sie fordert eine grundlegende Debatte darüber, "ob so viele unterschiedliche Behörden nötig sind". Gerade die kleinen Verfassungsschutzämter der Länder "können kaum alle Phänomenbereiche umfassend abdecken, von Rechtsextremismus über internationalen Islamismus bis Spionage", sagte Badenberg. "Auch bei der Cyberabwehr bräuchte es klarere Zuständigkeiten." Mehrere Behörden hätten jeweils Teilinformationen über Hackerangriffe vorliegen, aber niemand habe das vollständige Bild. "Hier wäre eine Bündelung von Kompetenzen bei einer Bundesbehörde sinnvoll", sagte die CDU-Politikerin. Badenberg ist seit April 2023 Justizsenatorin in Berlin. Davor war sie Vizepräsidentin des Bundesamts für Verfassungsschutz. @ dts-nachrichtenagentur.de
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