USA, Regierung

Trump empfiehlt Abstimmung über Epstein-Aktenöffnung

17.11.2025 - 04:58:23

Der Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein lässt den US-Präsidenten nicht los. Vor einer Abstimmung im Repräsentantenhaus gibt Trump einen überraschenden Rat an seine Partei.

Der unter Druck geratene US-Präsident Donald Trump empfiehlt den Abgeordneten seiner republikanischen Partei, im Repräsentantenhaus nun doch für die Veröffentlichung der Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu stimmen. Es sei an der Zeit, die Akten freizugeben, «weil wir nichts zu verbergen haben», schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. 

Bislang hatte sich Trump vehement gegen eine Offenlegung der Ermittlungsakten in dem Fall ausgesprochen. Demokraten in der Opposition, aber auch einige von Trumps Republikanern drängen hingegen seit Monaten darauf.

Worum geht es beim Epstein-Fall?

Der einflussreiche US-Multimillionär Epstein hatte über viele Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Dabei verging er sich auch selbst an seinen Opfern. Nach seiner Festnahme und Verurteilung als Straftäter starb der Finanzier aus New York 2019 mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.

Epsteins plötzlicher Tod und seine breiten Kontakte in die amerikanische High Society lösten Spekulationen über die mögliche Verwicklung einflussreicher Kreise aus. Vor seiner Festnahme waren Prominente und Milliardäre bei ihm ein und aus gegangen – auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen. Zu dem Fall gibt es umfangreiche Akten, aus denen bislang nur Auszüge bekannt sind.

Im Wahlkampf versprach Trump, die Epstein-Akten vollständig offenzulegen. Weil dieses Versprechen seit seinem Amtsantritt im Januar jedoch nicht eingelöst wurde, steht der Präsident unter wachsendem Druck.

Sollte das Repräsentantenhaus für die Offenlegung stimmen, müsste dann noch die andere Kammer im US-Kongress - der Senat - zustimmen. Und der US-Präsident müsste das Ganze unterschreiben. Ob es so weit kommt, ist unklar.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trumps Abschiebepolitik am Wendepunkt?. Bei einem Einsatz fallen erneut Todesschüsse. In vielen US-Städten gehen die Menschen gegen die von Donald Trump angeordneten Abschieberazzien auf die Straße. (Politik, 25.01.2026 - 16:14) weiterlesen...

Wut und Protest nach tödlichen Schüssen in Minneapolis. Die Wut über das Vorgehen der US-Regierung wächst. Der Widerstand auch. Notwehr? Nein, «Trumps mordende und feige ICE-Gangster» hätten einen harmlosen Mann kaltblütig erschossen, klagen dessen Eltern. (Ausland, 25.01.2026 - 15:30) weiterlesen...

Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump. Die Wut über das Vorgehen der US-Regierung wächst. Der Widerstand auch. Notwehr? Nein, «Trumps mordende und feige ICE-Gangster» hätten einen harmlosen Mann kaltblütig erschossen, klagen dessen Eltern. (Ausland, 25.01.2026 - 06:24) weiterlesen...

Tödliche Schüsse: Eltern bezichtigen US-Regierung der Lüge. Sie werfen der Regierung «abscheuliche Lügen» über ihren Sohn vor. Notwehr? Nein, «Trumps mordende und feige ICE-Gangster» hätten Alex Pretti in Minneapolis kaltblütig erschossen, klagen seine Eltern. (Ausland, 25.01.2026 - 04:39) weiterlesen...

Mann erschossen - Trumps Abschiebe-Razzien am Kipppunkt?. Jetzt stirbt bei einem Einsatz erneut ein Mann - ausgerechnet in Minneapolis. In vielen US-Städten empören sich Bürger über Abschiebe-Razzien, die Trump angeordnet hat. (Ausland, 24.01.2026 - 22:32) weiterlesen...

Toter in Minneapolis nach Beamtenschüssen. Nun gibt es einen weiteren Vorfall - und nach offiziellen Angaben einen zweiten Toten. Bereits Anfang Januar starb eine Frau in Minnesota nach Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde. (Ausland, 24.01.2026 - 19:54) weiterlesen...