USA, Regierung

Nach rassistischem Video: Obama spricht von «Clown-Show»

15.02.2026 - 11:32:29

Barack Obama findet klare Worte nach der jüngsten Entgleisung des aktuellen US-Präsidenten. Für die Menschen im Land zählten hingegen noch Werte wie Anstand und Freundlichkeit, so Obama.

Nach der rassistischen Darstellung in einem von Amtsinhaber Donald Trump verbreiteten Video hat sich der frühere US-Präsident Barack Obama indirekt dazu geäußert. Obama sprach in einem Interview mit dem Podcaster Brian Tyler Cohen von einer Art «Clown-Show», die sich in sozialen Medien und im Fernsehen abspiele. 

Cohen hatte Obama zuvor auf die Entwicklung des politischen Diskurses angesprochen und dabei auch das Video erwähnt, das Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen darstellte. «Ich denke, es ist wichtig zu erkennen, dass die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung dieses Verhalten zutiefst verstörend findet», sagte der Ex-Präsident.

Obama nahm dabei weder explizit Bezug auf Trump noch auf das Video, das Trump Anfang Februar auf seiner Online-Plattform Truth Social geteilt hatte. In diesem waren die Köpfe des Ehepaars Obama mit Affenkörpern abgebildet - ein klassisches rassistisches Mittel zur Beleidigung und Herabwürdigung Schwarzer Menschen. Das Weiße Haus hatte zunächst versucht, den Beitrag zu rechtfertigen, später wurde der Post von Trumps Account nach massiver Kritik gelöscht. Die Schuld wurde auf einen Mitarbeiter geschoben. 

«Tatsächlich scheint es unter denjenigen, die früher meinten, man müsse im Amt eine gewisse Anständigkeit, ein Gefühl für Korrektheit und Respekt wahren, keinerlei Scham mehr zu geben, richtig? Das ist verloren gegangen», sagte Obama weiter. Es gebe allerdings überall im Land Menschen, die weiter an «Anstand, Höflichkeit und Freundlichkeit» glaubten. Der Demokrat Obama war als erster Schwarzer im Amt von 2009 bis 2017 US-Präsident.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

US-Senator Graham lobt Merz als Trump-Versteher. Dafür bekommt er Applaus, von jemandem, der dem US-Präsidenten sehr nahesteht. Der Kanzler hatte im Januar ein Ende der iranischen Führung vorhergesagt. (Ausland, 15.02.2026 - 11:26) weiterlesen...

Schah-Sohn Pahlavi warnt vor neuen Toten auf Irans Straßen Erneute Verhandlungen zwischen den USA und der iranischen Regierung gefährden nach Ansicht von Reza Pahlavi das Leben vieler Iraner, ohne eine ernsthafte Chance zur Lösung der Probleme zu eröffnen. (Boerse, 14.02.2026 - 14:11) weiterlesen...

Klingbeil: Nach Rubio-Rede nicht zufrieden zurücklehnen. Vizekanzler Klingbeil sieht aber noch keinen Grund für Entwarnung in den transatlantischen Beziehungen. US-Außenminister Rubio bekommt für seine Rede in München viel Applaus. (Ausland, 14.02.2026 - 11:33) weiterlesen...

«Wir gehören zusammen»: Rubios Angebot an Europa. Es sind viel versöhnlichere Sätze als befürchtet. Seine Kritik verpackt Donald Trumps Gesandter in höflichen Worten. US-Außenminister Marco Rubio versichert in München die Unterstützung für Europa. (Ausland, 14.02.2026 - 09:42) weiterlesen...

Trump holen berüchtigte Razzien ein. Für Trump läuft es nicht gut. Der Widerstand gegen die Razzien gegen Migranten führt zu Konsequenzen für die US-Regierung: Das für die Einsätze verantwortliche Ministerium steht ohne frisches Geld da. (Ausland, 14.02.2026 - 07:42) weiterlesen...

US-Heimatschutzministerium bekommt kein frisches Geld mehr Der Widerstand gegen die Razzien in US-Städten gegen Migranten führt zu Konsequenzen für die Trump-Regierung: Das für die Einsätze verantwortliche Ministerium steht ohne Finanzierung da. (Ausland, 14.02.2026 - 06:12) weiterlesen...