3sat: NANO Talk über Neuen Kolonialismus
15.01.2026 - 10:40:34Aktuelles Beispiel: Grönland
Mit der "Entdeckung" Amerikas begann das koloniale Zeitalter. Damals ging es hauptsächlich um Landnahme, Gold und Versklavung. Heute geht es auch um digitale Daten, seltene Erden – und immer wieder um Macht und globale Kontrolle. So wie beim aktuellen Streit um Grönland. Der moderne Kolonialismus unterscheidet sich kaum vom Kolonialismus der frühen Neuzeit. Auch wenn die Kolonialherren andere Namen tragen, bleiben die Mechanismen gleich: Es wird geraubt, ausgebeutet, kontrolliert und unterdrückt. Waren es früher die kolonialen Eisenbahnen, schaffen heute Glasfaserkabel neue Abhängigkeiten – insbesondere im globalen Süden.
Tech-Giganten als neue Kolonialmächte
Das digitale Zeitalter schafft neue Machtstrukturen – auf der Erde und im Weltall. Die neuen Kolonialmächte sind nicht mehr nur Staaten, sondern auch Konzerne wie Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Huawei und DeepSeek. Versklavt der moderne Kolonialismus per Glasfaser uns alle? Geht es am Ende wieder um globale Allmachtsfantasien und Weltherrschaft? Darüber diskutiert Stephanie Rohde im "NANO Talk" mit ihren Gästen: Rainer Mühlhoff, Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz am Institut für Kognitionswissenschaft und am philosophischen Institut der Universität Osnabrück, Lena Ulbricht, Professorin für Digitale Technologien an der Universität Hildesheim, sowie Aram Ziai, Professor für Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien an der Universität Kassel.
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