Atlassian, Aktie

Atlassian Aktie: Insider-Panik!

28.11.2025 - 22:12:32

Atlassians Führungsspitze setzt Verkäufe im Millionenbereich fort, während das Unternehmen mit über 20 Prozent Umsatzwachstum und positiven Quartalszahlen überrascht.

Während die Atlassian-Aktie am Freitag um fast 2 Prozent auf 150,86 Dollar zulegte, offenbaren neue SEC-Einreichungen ein alarmierendes Muster: Die Unternehmensgründer setzen ihren Verkaufsrausch unvermindert fort. Ein Insider verkaufte heute Anteile im Wert von 1,14 Millionen Dollar – der elfte identische Blockverkauf innerhalb weniger Wochen.

Systematischer Ausstieg der Gründer

CEO Michael Cannon-Brookes und Director Scott Farquhar setzen ihr Verkaufsprogramm konsequent fort. Erst am Mittwoch verkauften beide jeweils exakt 7.665 Aktien zum Preis von etwa 148,29 Dollar. Für Cannon-Brookes allein summiert sich diese Verkaufsreihe seit Oktober bereits auf über 84.000 abgestoßene Anteile. Sein direkt gehaltener Bestand schrumpfte auf nur noch 176.295 Aktien.

Dennoch zeigt die Aktie erstaunliche Resilienz. Der Markt scheint diese programmatischen Verkäufe zu verdauen, wohl auch weil sie über vorgeplante 10b5-1-Handelspläne abgewickelt werden. Doch warum verkaufen die Top-Manager so aggressiv, während das operative Geschäft brummt?

Starke Zahlen, schwache Bilanz

Atlassian übertrumpfte jüngst die Erwartungen mit einem EPS von 1,04 Dollar statt der prognostizierten 0,83 Dollar. Der Umsatz kletterte um 20,6 Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hat sogar ein Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Dollar aufgelegt.

Doch hinter den glänzenden Zahlen lauern Probleme:
* Die GAAP-Rentabilität bleibt negativ mit einer Nettomarge von minus 3,38 Prozent
* Institutionelle Investoren zeigen gespaltenes Engagement
* Die Bewertung von 39,7 Milliarden Dollar liegt weit unter dem Jahreshoch

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KI-Boom mit Schattenseiten

Die monatlichen aktiven KI-Nutzer explodierten zwar um 50 Prozent auf 3,5 Millionen – doch der Markt zweifelt an der langfristigen Monetarisierung. Berichte von Sands Capital warnen vor der “KI-Dominanz” und deren Auswirkungen auf SaaS-Produktivitätstools.

Kann Atlassian die Wachstumsstory fortschreiben? Die 150-Dollar-Marke fungiert als psychologischer Wendepunkt. Ein Halten über diesem Niveau würde signalisieren, dass der Markt die Insider-Verkäufe vollständig verdaut hat.

Analysten bleiben trotz der Manager-Verkäufe optimistisch und sehen ein Kursziel von 240 Dollar – fast 60 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die nächste Bewährungsprobe steht am 30. Januar 2026 mit dem Quartalsbericht an. Bis dahin müssen Anleger den fundamentalen Widerspruch zwischen starken operativen Zahlen und massivem Insider-Selling aushalten.

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